Kaiserslautern rutscht in den Tabellenkeller

Hemleins Frust: "Wir knallen uns alle drei Dinger rein"

Christoph Hemlein

Mit dem FCK in München sieglos: Kapitän Christoph Hemlein. imago images

Nur ein Sieg aus den vergangenen acht Ligaspielen, ein Zähler vor der Abstiegszone und ein vorerst verpuffter Trainerwechsel-Effekt: Der FCK steckt in seiner nächsten Krise und droht in den Abstiegskampf der 3. Liga zu versinken. Auch im zweiten Punktspiel unter Neu-Trainer Boris Schommers fuhren die Pfälzer nicht ihren dritten Saisonsieg ein, im Traditionsduell mit 1860 München kassierten die Roten Teufel vielmehr die vierte Niederlage. Und diese fiel diesmal besonders schmerzhaft aus, weil sich die Gäste zweimal die Bälle selbst ins eigene Tor schossen, wie Dominik Schad zum 0:1 (7.) und José-Junior Matuwila zum 0:2 (48.), oder den Gegner einluden, wie Lennart Grill kurz nach dem Anschluss durch Carlo Sickinger (51.). Timo Gebhart nutzte einen Abpraller des Keepers letztlich zum 3:1-Endstand (52.).

"Es ist ein bitterer Tag, mal wieder"

"Wir knallen uns alle drei Tore rein", hielt FCK-Kapitän Christoph Hemlein nach dem Spiel bei "Magenta Sport" fest. "Wir müssen uns die Niederlage selbst zuschreiben. Es ist ein bitterer Tag, mal wieder." Dabei habe der FCK "einige Dinge ganz ordentlich gemacht", betonte Hemlein, aber: "Es ist eine Katastrophe, wie wir unser Tor verteidigen." Ähnlich äußerte sich Schommers. "Wir waren am Anfang ganz gut drin in der Partie." Doch wenn man "sich drei Eigentore in einem Spiel leistet, kann man nicht viel mitnehmen".

Auch der ehemalige Nürnberger Coach hatte bei seiner Mannschaft nicht nur "ein höheres Bewusstsein gegen den Ball hinten" vermisst, sondern auch das notwendige Matchglück, so etwa bei Florian Picks Schuss, den Münchens Leon Klassen kurz vor der Pause auf der Linie noch geblockt und damit das 1:1 verhindert hatte. "Natürlich ist heute auch alles gegen uns gelaufen", so Schommers weiter, der aber den Blick nach vorne richtete: "Es macht keinen Sinn, irgendwie nach hinten zu schauen."

"Wir können ja nicht aufhören jetzt"

Am kommenden Spieltag bekommen es die Roten Teufel mit Carl Zeiss Jena zu tun, das nach zehn Spieltagen noch ohne Sieg ist und am Samstag von Trainer Lukas Kwasniok getrennt hat. Ein Pflichtaufgabe für den FCK, schon allein, um nicht weiter in den Abstiegssog zu geraten. "Es muss weitergehen, wir können ja nicht aufhören jetzt", hielt Hemlein fest.

pau