3. Liga

1860 München - Timo Gebhart: "Wir mussten über den Kampf kommen"

1860: Erfahrener Profi erzielt erstes Saisontor gegen den FCK

Gebhart: "Wir mussten über den Kampf kommen"

Timo Gebhart

Traf gegen den FCK zum 3:1-Endstand: Löwen-Profi Timo Gebhart. imago images

Es waren turbulente Minuten, kurz nach der Halbzeitpause, in die die Löwen mit einer 1:0-Führung gegangen waren. Zunächst unterlief Kaiserslauterns José-Junior Matuwila ein bitteres Eigentor zum 2:0 für den TSV. Drei Minuten später erzielte Carlo Sickinger den 1:2-Ausgleich. Doch im direkten Gegenzug stellte 1860 den alten Abstand wieder her. Nach einer verunglückten Abwehr von Lennart Grill staubte Gebhart zum 3:1-Endstand ab. "Enorm wichtig", sagte der 30-Jährige nach seinem ersten Saisontor im neunten Spiel bei "Magenta Sport". "Mir hat es auch gut getan", fügte er an. Die immer wieder aufkeimende Kritik habe er nicht spurlos an sich vorbeigehen lassen können. Aber: "Ich habe Geduld gehabt und heute hart gekämpft."

Gebharts Treffer machte schon früh in der zweiten Hälfte den Deckel auf das Duell der beiden Tabellennachbarn, der die Giesinger fester im Tabellenmittelfeld verankerte und den Abstand nach unten anwachsen ließ. "Ein ganz wichtiger Sieg. Lautern war hinter uns und bleibt hinter uns. Wir haben zu Hause noch nicht verloren - umso schöner", fasste Gebhart zusammen. "Wir mussten in erster Linie über den Kampf kommen. Das haben wir gemacht."

Siegesfeier auf dem Oktoberfest?

Auch TSV-Trainer Bierofka freute sich über die "unbändige Leidenschaft", die sein Team gezeigt habe. "Emotional und leidenschaftlich war das top." Besonders Gebharts 3:1 sei genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen, wenngleich ihn der vorangegangene, fahrlässig verteidigte Anschluss der Gäste geärgert hatte. Trotzdem schloss der Ex-Profi nicht aus, dass seine Spieler den Sieg auf dem Oktoberfest, zu dessen Anlass der Klub extra ein Sondertrikot aufgelegt hatte, feiern dürfen. Vorausgesetzt, keiner seiner Spieler habe sich schlimmer verletzt, betonte der Coach. "In Bayern sagen wir: Wir müssen schauen, wie alle 'beieinander' sind."

pau