Wehen holte gegen Osnabrück den ersten Sieg

Rehm: "Das soll nicht der letzte Schritt gewesen sein"

Rüdiger Rehm Wehen Wiesbaden Osnabrück 2. Bundesliga kicker online

Daumen hoch für Mannschaft, Verantwortliche und Fans: SVWW-Trainer Rüdiger Rehm. imago images

Sieben Spiele wartete Wiesbaden diese Saison auf einen Sieg. In der persönlichen Bilanz von Rüdiger Rehm standen vor dem Spiel sogar 17 Partien ohne Sieg als Zweitliga-Trainer auf dem Zettel - Rehm hatte überhaupt noch kein Spiel in der zweithöchsten deutschen Liga gewinnen können. Nach dem verdienten 2:0-Erfolg gegen Osnabrück war der Trainer dementsprechend erleichtert: "Wer sich über zwei Monate, zum Teil auch verdient, Worte und Buchstaben in die Fresse hauen lässt, der ist natürlich extrem erleichtert, wenn es in die richtige Richtung geht."

Die schwächste Defensive stand stabil

Dass die Schießbude der Liga sogar zu Null spielte, danach sah es zunächst nicht aus. Nach rekordverdächtigen sieben Sekunden verletzte sich Torwart Bartels am Oberschenkel. Der Schlussmann musste behandelt werden und "verpasste" deswegen den Zweitliga-Rekord des schnellsten Torwart-Wechsels - Saarbrückens Dieter Ferner war 1975 gegen die Stuttgarter Kickers noch "schneller". So kam es zur kuriosen Situation, dass der für Bartels ausgebootete Watkowiak früher als erwartet zurück auf dem Rasen war. "Jan hat sich beim Warmmachen leicht gezerrt und dann ist es nach dem zweiten Schlag nach sieben Sekunden passiert. Das ist eine unheimliche Tragik", fühlte Rehm mit seinem Keeper mit.

Viel zu halten gab es für Watkowiak im Spiel aber nicht, der Gast aus Osnabrück war einfach zu harmlos. "Wir wussten, dass es Momente gibt in Spielen, die man einfach mal nutzen muss." Den ersten nutzte Dams mit der ersten Chance für den SVWW gleich zur Führung. Fortan war das Schlusslicht das bessere Team.

Rehms Dank an Mannschaft, Verantwortliche und Fans

Rehm wusste aber auch, bei wem er sich zu bedanken hatte. Dass das Umfeld um ihn so ruhig in dieser prekären Lage geblieben war, imponierte dem 40-Jährigen: "Ein absoluter Dank geht an die Fans und die Verantwortlichen." In erster Linie bedankte er sich aber bei seiner Mannschaft, die es immer geschafft hatte, die Stimmung hochzuhalten. "Ich hoffe, dass wir uns heute mit dem ersten Schritt belohnt haben und das soll natürlich nicht der letzte gewesen sein." Der nächste Schritt muss ein großer werden, denn am Freitag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) wartet ein schweres Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart auf den SVWW.

sts