Regionalliga

DFB-Bundestag beschließt neue Aufstiegsregelung für die Regionalligen

Weiterhin vier Absteiger aus der 3. Liga

DFB-Bundestag beschließt neue Aufstiegsregelung für die Regionalligen

Regionalliga Bayern

In den Regionalligen wurde die Aufstiegsregelung reformiert. imago images

Die Regionalliga, so eins vorweg, besteht weiterhin aus fünf Staffeln. Hierbei qualifizieren sich insgesamt vier Mannschaften für die 3. Liga. Das große Los haben die Staffeln West und Südwest gezogen: Hier steigen die Meister direkt auf, die beiden übrigen Aufstiegsplätze werden unter den Meistern der Regionalligen Bayern, Nord und Nordost ausgemacht. Hierbei kommt ein Rotationsprinzip zu tragen: Einer der drei Meister steigt nach einem jährlich rotierenden System direkt auf, den vierten Startplatz in der dritthöchsten deutschen Spielklasse spielen die beiden übrigen Teams in Play-offs mit Hin- und Rückspiel aus.

Warum steigen die Meister aus West und Südwest direkt auf?

Im Vergleich zu den übrigen drei Staffeln gibt es in den Gebieten der Regionalligen West und Südwest diverse Ballungszentren, sodass in diesen beiden Verbänden mehr als 50 Prozent der Herrenmannschaften gemeldet sind. Deshalb vergibt der DFB jeweils einen direkten Aufstiegsplatz an die beiden Staffeln.

Welche Optionen hatten die Staffeln Nord, Nordost und Bayern?

Die drei übrigen Ligen hätten nun die Möglichkeit gehabt, zu zwei Staffeln zu verschmelzen und dann pro Liga einen direkten Aufsteiger zu stellen - oder eben in der bereits vorhandenen Ligenstruktur zu verbleiben. Hierbei mussten die Staffeln Nord, Nordost und Bayern jedoch den Kompromiss eingehen, auf das Direktaufstiegsrecht zu verzichten. Ab der Spielzeit 2020/21 wird in einem jährlich rotierenden Turnus eine der drei Staffeln einen direkten Aufsteiger stellen, die übrigen beiden Meister duellieren sich in Play-offs um das verbleibende Ticket für die Drittklassigkeit.

Wieso sah die Reform keine Reduzierung von fünf auf vier Ligen vor?

Bereits während des DFB-Bundestages 2017 hatte die hierfür eingesetzte Ad-hoc-Kommission verschiedene Modelle ausgelotet, inwieweit eine Reduktion auf vier Ligen realisierbar wäre. Zahlreiche Modelle wurden diskutiert, jedoch keines als mehrheitsfähig eingestuft. Vor allem die Ligen Nord, Nordost und Bayern sprachen sich für die Erhaltung des aktuellen Ligensystems aus und gaben als gewichtigste Gründe die wirtschaftliche Machbarkeit und die Erhaltung regionaler Strukturen an.

Wie schaut die aktuelle Aufstiegsregelung aus?

Im Dezember 2017 verabschiedete der DFB eine zweijährige Übergangslösung, in der festgelegt wurde, dass nunmehr vier statt drei Teams in die 3. Liga aufsteigen. Dies geht selbstverständlich mit der Erhöhung der Absteiger aus der 3. Liga von drei auf vier einher. Der Regionalliga Südwest wurde ein Sonderstatus gewährt - diese Staffel erhielt für beide Jahre einen direkten Aufstiegsplatz. Zudem kamen zwei weitere Direktaufsteiger hinzu.

2018/19 stellten diese Nordost (Chemnitzer FC) und West (Viktoria Köln), 2019/20 werden die Vertreter aus der Nordstaffel sowie Bayern direkt aufsteigen. Die jeweiligen Meister aus den verbleibenden Ligen spielen in Hin- und Rückspiel den vierten Aufstiegsplatz aus. Im vergangenen Jahr setzte sich hierbei der FC Bayern München II gegen die Zweitvertretung des VfL Wolfsburg durch, nach Ende der kommenden Spielzeit geht es zwischen den Meistern aus West und Nordost um das verbleibende Ticket.

Wieso können nicht alle fünf Meister aus der Regionalliga in die 3. Liga aufsteigen?

Dies ginge mit dem Abstieg von fünf Teams aus der 3. Liga einher und wurde von den entsprechenden Gremien bereits in Betracht gezogen. Allerdings wurde diese Lösung, die zudem mit einer Aufstockung der 3. Liga auf 22 Teams verbunden gewesen wäre, von den Gremien als auch den eingebundenen Vereinen mehrheitlich als nicht sinnvoll eingestuft. Hierbei sind die negativen Auswirkungen auf die 3. Liga und ihre Struktur als zu gravierend eingeschätzt worden. Mit der Erhöhung von ursprünglich drei auf vier Absteiger im Vergleich zur Spielzeit 2018/19 ist die 3. Liga bereits einen Kompromiss eingegangen.

kög