Besorgniserregendes Zeichen

"Nicht rentabel" - Rogue zieht sich aus FIFA zurück

Das Rogue-Logo wird in der kommenden FIFA-Saison bei keinen Turnieren zu sehen sein.

Das Rogue-Logo wird in der kommenden FIFA-Saison bei keinen Turnieren zu sehen sein. Rogue

Nach den Abgängen aller drei Spieler war bereits klar, dass irgendetwas in Rogues FIFA-Abteilung passiert war. Bislang hatte sich die Organisation aber noch bedeckt gehalten mit Angaben zur eigenen Zukunft. Auf Anfrage von kicker eSport gab es nun die Antwort: "Leider ist es zurzeit nicht rentabel, weiterhin in die kompetitive FIFA-Szene zu investieren." Somit ist das Kapitel FIFA bei Rogue vorerst beendet.

Dass die eSport-Organisation ihre FIFA-Abteilung schließt, ist besorgniserregend. Schließlich war Rogue dank 'Msdossary', NRaseck' und 'GoalMachine' spielerisch das wohl stärkste Team der Welt. Wirtschaftlicher Erfolg ging damit offensichtlich nicht einher, wie nun die Entscheidung zeigt. FIFA-Profis scheinen noch nicht genug Aufmerksamkeit zu generieren, um große Sponsoren anzulocken. Eine Ursache dafür findet man in den Übertragungen und Strukturen der kompetitiven FIFA-Saison, wo stets Einzelspieler statt Teams im Vordergrund stehen. Dass EA es den klassischen eSport-Organisationen schwer mache, hatte zuletzt auch G2 Esports-Boss 'ocelote' bemängelt.

Comeback angedacht

Trotz aktueller Skepsis am FIFA eSport, will Rogue irgendwann zurückkehren. "Wir lieben das Spiel und freuen uns auf den Zeitpunkt, an dem EA ein nachhaltiges Geschäftsmodell für Teams etabliert", heißt es in der Antwort. Der Spielentwickler steht somit unter Druck. Handelt EA nicht bald, werden wohl weitere Teams folgen.

Christian Mittweg