HSV tritt in Regensburg an

Hecking: "Auch mal rustikal in den Zweikämpfen"

Dieter Hecking

Fünf Siege in bislang sieben Saisonspielen: HSV-Trainer Dieter Hecking. imago images

Zum ersten Mal kreuzten sich in der vergangenen Saison die Wege des SSV Jahn und dem HSV. Sowohl das Hin- als auch das Rückspiel konnte der vermeintliche Underdog für sich entscheiden. Vor allem die Partie im Hamburger Volksparkstadion blieb Verantwortlichen und Fans der Hamburger im Gedächtnis, nahm Regensburg doch durch ein furioses 5:0 alle drei Punkte mit nach Hause.

Nun kommt es also zum erneuten Aufeinandertreffen. Cheftrainer Dieter Hecking glaubt allerdings nicht, dass seine Spieler die weite Reise nach Bayern mit Rachegelüsten antreten werden. "Allein durch den personellen Umbruch in unserem Team werden sich nicht so viele Spieler an diese Negativerlebnisse erinnern können", betont der 55-jährige Trainer-Routinier. "Zudem finden wir eine neue Saison, einen neuen Spieltag und andere Voraussetzung vor diesem Spiel vor."

"Und zwar nicht immer nur mit spielerischen Mittel"

Und diese stimmt den Coach zuversichtlich. Der HSV rangiert mit 16 Punkten auf dem zweiten Platz und stellte Qualität und Kaderbreite durch die reife Leistung beim 4:0-Erfolg gegen Aue eindrücklich unter Beweis.

Dennoch sieht Hecking bei den Regensburgern durchaus Gefahrenpotenzial. "Es ist ein bewusstes Spielmittel von ihnen, mit langen Bällen zu operieren, auf den zweiten Ball zu gehen und immer wieder aus der Sechser-Position nachzustoßen", warnt er. "Es wird unsere Aufgabe sein, uns davon zu lösen. Und zwar nicht immer nur mit spielerischen Mittel, sondern auch, indem man mal rustikal in den Zweikämpfen ist."

Hecking über van Drongelen: "Bis jetzt eine sehr, sehr gute Saison"

Einer der beides vereint, ist Innenverteidiger Rick van Drongelen, der gegen Aue einen Sahnetag erwischt hatte. Nicht nur defensiv, auch offensiv als Ballverteiler überzeugte der Niederländer, der gleich zwei Tore mit einem präzisen langen Pass in den Strafraum direkt einleitete. Genau das hatte das Trainerteam mit dem 20-Jährigen intensiv einstudiert. "Ich empfinde diesen Schritt als Weiterentwicklung eines jungen Spielers, der hier in Hamburg in den letzten Jahren schon fast den Durchbruch geschafft hat, und bis jetzt eine sehr, sehr gute Saison spielt. Er muss nun Konstanz in diese Leistung bringen", verlangt Hecking.

Letschert für Papadopoulos?

An der Seite von van Drongelen dürfte auch in Regensburg wieder Gideon Jung in der Innenverteidigung spielen. Unklar ist allerdings, wer als Back-Up der beiden auf der Bank sitzen wird. Diese Rolle hatte zuletzt Kyriakos Papadopoulos übernommen, doch der Grieche kämpft mit Wadenproblemen. "Wenn er ausfallen sollte, kann ich mir gut vorstellen, dass wir Timo Letschert mit in den Kader nehmen", so Hecking.

pau