Rassismus-Eklat in Weißenfels?

BBL ermittelt: Ludwigsburgs Konga mit Affenlauten beleidigt

Konstantin Konga

"Ich bin schockiert und traurig": Konstantin Konga. imago images

Mit unüberhörbaren Affenlauten ist Konstantin Konga von den MHP Riesen Ludwigsburg beim 89:87-Sieg seines Vereins am Mittwochabend beim MBC Weißenfels beleidigt worden. Konga, der früher Klein hieß und bei seiner Hochzeit im Sommer den Familiennamen seiner afrikanischen Ehefrau angenommen hatte, machte den Vorfall via Instagram öffentlich: "Ich bin schockiert und traurig, dass so etwas in der Basketball-Bundesliga passiert."

Der 28-jährige Konga hatte den Zwischenfall, der sich zu Beginn des letzten Viertels ereignete, umgehend beim Schiedsrichter gemeldet, "da es nicht zu überhören war. Ich hoffe, dass es für diese paar 'Fans' Konsequenzen hat, weil so etwas nirgendwo etwas verloren hat." Es sei "eine weiße Taktik, schwarze Menschen zu dehumanisieren und abzuwerten".

Hallenverbot bis Jahresende und Ermittlungen

Der MBC reagierte umgehend und entschuldigte sich bei Konga. "So etwas hat in einer Halle noch sonst wo etwas zu suchen. Ganz klar sprechen wir uns mit aller Deutlichkeit gegen jede offene oder verdeckte Form von Rassismus aus und distanzieren uns klar davon", sagte Manager Martin Geissler. Man habe die entsprechende Person bereits identifiziert und mit einem Hallenverbot bis zum Jahresende belegt. Vom Schiedsrichter war der MBC nicht über den Vorfall informiert worden.

Am Mittwoch schaltete sich auch die BBL ein. "Wir ermitteln nun in dem Fall und sprechen mit den Beteiligten", heißt es auf dem offiziellen Facebook-Account der BBL: "Eines steht aber schon jetzt fest: Rassismus, Fremdenhass, Vorurteile und Ausgrenzung haben keinen Platz in unserer Liga! Wir stehen ein für ein friedliches und respektvolles Miteinander sowie Weltoffenheit."

tru