Bundesliga

Favre lobt Kohfeldt: "Es ist gut, was er macht"

Dortmund will die Heimstärke auch gegen Bremen zeigen

Favre lobt Kohfeldt: "Es ist gut, was er macht"

Man schätzt sich: Lucien Favre (li.) und Florian Kohfeldt.

Man schätzt sich: Lucien Favre (li.) und Florian Kohfeldt. imago images

Dass diese da sei, das versuchte Michael Zorc vor dem Topspiel am Samstag gar nicht erst zu leugnen. Tagelang war über den verpassten Sieg in Frankfurt und das anschließende TV-Interview von Kapitän Marco Reus gesprochen worden - aufmerksam registriert vom Dortmunder Sportdirektor, der bilanziert: "Wir haben eine gewisse Fallhöhe erreicht." Schmerzhaft und in aller Deutlichkeit zu spüren bekamen die Borussen das in dieser Saison nach den Auswärtsspielen in Köln (3:1), Berlin (1:3) und zuletzt Frankfurt.

Zuhause allerdings präsentierte sich der BVB bislang tadellos. Dem 5:1-Auftakterfolg über den FC Augsburg folgte am vierten Spieltag ein 4:0 über Bayer Leverkusen. Beim 0:0 gegen den FC Barcelona in der Champions League fehlte lediglich ein eigener Treffer, um den verdienten Lohn für eine couragierte und clevere Leistung einzufahren. Auch deshalb sagt Zorc: "Ich sehe uns grundsätzlich nicht schlecht aufgestellt."

Eine Heimniederlage gegen Bremen freilich würde den zuletzt zugenommenen Druck auf den BVB weiter erhöhen. Und mit Werder hatte der BVB in der vergangenen Saison so seine Probleme, auch wenn man sich daheim in der Hinrunde zu einem 2:1-Sieg mühte. Das Pokal-Aus im Februar vor heimischer Kulisse und das 2:2 im Bundesliga-Rückspiel in Bremen nach 2:0-Führung sind zwei Erinnerungen, die die Dortmunder am liebsten aus ihrem Gedächtnis tilgen würden.

Favre lobt Werder Bremen

"Werder hat eine sehr gute Mannschaft", sagt Favre und präzisiert: "Sie sind sehr gut organisiert, schwer zu bespielen. Wenn sie führen, machen sie es sehr gut in der Verteidigung." Ein Sonderlob hat er dabei für seinen Kollegen Florian Kohfeldt übrig. Der Werder-Coach sei in der Lage, oft sein System zu wechseln, "von 3-5-2 auf 4-4-2 mit Raute hin zum klassischen 4-4-2". Favres Fazit: "Es ist gut, was er macht."

Gut genug, um den BVB nach dem Pokal-K.o. im Februar ein weiteres Mal daheim zu besiegen? Der Samstag wird es zeigen.

Matthias Dersch

kicker.tv Hintergrund

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