Duell der Sturm-Routiniers: Bunjaku trifft auf König

"Vielleicht bin ich ein guter Wein, der von Jahr zu Jahr besser wird"

Albert Bunjaku, Ronny König

Die beiden ältesten eingesetzten Spieler der aktuellen Drittliga-Saison: Albert Bunjaku (li.) und Ronny König. imago images (2)

Mit acht Treffern aus neun Einsätzen erzielte Bunjaku nicht nur fast die Hälfte aller Tore der Viktoria (20), sondern darf sich aktuell den besten Torschützen der 3. Liga nennen. Der Grund dafür, dass der frühere Nürnberger (13 Bundesligatreffer in 48 Einsätzen) derzeit hinsichtlich der Torquote (0,89 Treffer pro Spiel) die beste Saison seiner Karriere spielt, ist simpel. Im Interview mit dem "Express" erklärte der 35-Jährige: "Ich habe unheimlich viel Spaß am Fußball."

Zudem ist er - anders als beispielsweise im vergangenen Jahr, in dem ihn ein Knorpelschaden außer Gefecht setzte - verletzungsfrei. Er schläft viel, absolviert täglich ein Trainingsprogramm mit Stabilisationsübungen und achtet auf eine kalorien- und fettarme Ernährung. Bunjaku präsentiert sich derzeit in Topform, ist enorm fit und profitiert von seiner Erfahrung. "Vielleicht bin ich ein guter Wein, der von Jahr zu Jahr besser wird", witzelte der 35-Jährige.

König sieht "noch Luft nach oben"

Sein Äquivalent auf Zwickauer Seite, Ronny König, sieht das ähnlich. Seine zwölf Jahre als Profi lehrten dem kopfballstarken Routinier, wie ein Angreifer im Strafraum agieren sollte: "Irgendwann lernt man zu antizipieren, wie man einzulaufen hat, wo der Ball landet und wie sich der Gegner verhält." Auch der eigene Spielstil entwickelte sich: "Wir (Bunjaku und König, Anm. d. Red.) sind keine Stürmer mehr, die den Ball an der Mittellinie abholen und gerade zum Tor ziehen."

Anders als der Kölner Kollege befindet sich der 1,90-Meter große König angesichts seiner Bilanz nach neun Spielen (noch) nicht in Bestform: Erst ein Tor gelang dem kopfballstarken Routinier, der in den vergangenen drei Spielzeiten jeweils zweistellig traf. "Da habe ich noch Luft nach oben", weiß der 36-Jährige.

kon