Schalkes Manager kennt RB aus dem Effeff

"Spion" Schneider: "Leipzig hat einen der spannendsten Kader"

Jochen Schneider

Viel Lob für den Ex-Klub: Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider. imago images

Theoretisch könnte Schalke 04 am Samstag RB Leipzig von der Spitze stoßen und diese im Fall von besonders günstigen Resultaten am 6. Spieltag selbst erklimmen. Von solch einem Szenario will auf Schalke im Vorfeld niemand fabulieren, Fakt ist jedoch: Rein tabellarisch wird es ein Topspiel. "Wir haben Lust darauf und werden uns gewissenhaft vorbereiten", sagt Trainer David Wagner, der sich sicher ist, dass Sportvorstand Jochen Schneider vor der Partie "in der Kabine den einen oder anderen Kommentar loslassen wird".

Hintergrund seiner Vermutung: Schneider kennt RB Leipzig aus dem Effeff. Im Oktober 2015 übernahm er die Rolle als "Coordinator Sport Global Soccer" der Red Bull GmbH, ab Juli 2017 fungierte er unter Sportdirektor Ralf Rangnick als Leiter Sport, ehe er im März dieses Jahres bei Schalke 04 die Nachfolge von Sportvorstand Christian Heidel antrat.

Leipzig hat einen besonders guten Kader, der einer der spannendsten in der Bundesliga ist und in diesem Sommer nochmals sinnvoll verstärkt wurde.

Jochen Schneider

Bei Schneiders erstem Spiel als offiziell bestellter Sportvorstand empfing Schalke 04 damals - RB Leipzig. Die Königsblauen verloren mit 0:1. Am Samstag kehrt Schneider nun erstmals zurück ins Stadion von RB. "Ich freue mich, dorthin zu fahren", sagt Schneider. Er bezeichnet den Primus als "richtiges Kaliber" und verweist auf den "besonders guten Kader, der einer der spannendsten in der Bundesliga ist und in diesem Sommer nochmals sinnvoll verstärkt wurde".

Vom kicker auf mögliche Schwächen der Leipziger angesprochen, entgegnete der 49-Jährige schmunzelnd: "Eigentlich haben sie keine." Es liegt insbesondere an Wagner, sie auszumachen, das Team ist gefordert, sie auszunutzen. Ob dann die Tabellenführung dabei herausspringt, ist unerheblich.

Toni Lieto

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