Bundesliga

Schwarz will die Torhüterdiskussion bald beenden

Mateta soll noch in der Hinrunde zurückkehren

Schwarz will die Torhüterdiskussion bald beenden

Robin Zentner

Hütete zuletzt das 05er Tor: Robin Zentner. imago images

"Die Leistung in der Trainingswoche ist der Anker für die Qualifikation für die Startelf. Es ist aber, glaube ich, schwierig jede Woche dieses Thema zu diskutieren. Wir werden es nicht noch 28 Spieltage veranstalten", sagt Trainer Sandro Schwarz. Er bescheinigt Robin Zentner "sehr gute Leistungen". Für Florian Müller ginge es nun darum, "im Training voll Stoff zu geben, den Anspruch zu haben, wieder zurück in die Kiste zu wollen".

Verbessert haben sich die Aussichten im Verletztenlager. Alexander Hack, der am Samstag in Spielersatztraining das Knie überdreht hatte, ist ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Danny Latza trainierte wegen muskulärer Beschwerden allerdings noch individuell.

Von solchen Maßnahmen ist Jean-Philippe Mateta weit entfernt. Doch auch der Langzeitverletzte ist auf dem Weg der Besserung und konnte nach der Meniskus-OP Ende Juli die Krücken weglegen. "Wenn der Meniskus genäht wurde, was bei ihm der Fall war, dauert die Genesung einen Tick länger. Ich gehe aber davon aus, dass es noch in der Hinrunde etwas wird", betont Schwarz.

Den Mainzer fehlt der Top-Goalgetter nicht nur wegen seiner eigenen Treffer (14 Bundesligatore 2018/19), auch seine Nebenleute profitierten von ihm, weil sie im Schatten des Franzosen mehr Platz hatten. So kamen Robin Quaison und Karim Onisiwo in der vergangenen Saison auf je sieben Saisontreffer, derzeit sind es zusammen drei.

Schwarz freut sich über die Auszeichnung für Klopp

"Es ist hochverdient, dass Jürgen Klopp Welttrainer geworden ist. Wir können alle stolz darauf sein, dass einer aus unserem Verein so eine Karriere gemacht hat. Als er den Preis überreicht bekam, hat er auch sehr gut ausgeschaut, bisher habe ich ihn nur auf Kommunionsbildern so gesehen", erzählt Schwarz mit einem Grinsen. Klopp trug bei der Gala in Mailand einen dunklen Anzug und eine Fliege.

Die Diskussion, dass der aktuelle Trainer des FC Liverpool ein Prozent seines Gehalts an das Projekt "Common Goal" spendet, verfolgt Schwarz mit großem Interesse. Ex-Mainz-Trainer Kasper Hjulmand hat beim FC Nordsjaelland, den er bis März 2019 betreute, sogar mit der gesamten Mannschaft für Common Goal gespendet. Schwarz: "Es ist ein sehr guter Ansatz, alle in die Verantwortung zu nehmen. Ich mache momentan meine persönlichen Dinge, zu denen ich einen privaten Bezug habe." Welche Projekte er genau unterstützt, will er zum Schutz der Privatsphäre nicht kommunizieren.

Michael Ebert