Road to Glory statt Premier League

David Meyler: Vom Fußballprofi zum eSportler?

26 Mal lief Meyler für die irische Nationalmannschaft auf.

26 Mal lief Meyler für die irische Nationalmannschaft auf. imago images

Wer die FIFA-Szene aufmerksam verfolgt, für den ist David Meyler kein unbekannter Name. Nicht wegen seiner FUT-Karten, die sich immer im Silber-Bereich bewegte und auch nicht zwingend wegen seiner hundert Spiele in der Premier League. Nein, der Ire ist ein großer Fan des virtuellen Fußballs und spielt regelmäßig FIFA. 2017 gründete er sogar seine eigenen YouTube- und Twitch-Kanäle, auf denen er seine FIFA-Künste zur Schau stellt.

Tatsächlich hat Meyler auch am Controller einiges drauf. "Ich würde sagen, ich bin schon ziemlich gut", sagte der ehemalige Nationalkapitän vor unserem Mikrofon. Er habe es schon mehrfach unter die Top 100 Xbox-Spieler der Weekend League geschafft. Und auch gegen eSportler würde er sich nicht schlecht anstellen. "Ein paar habe ich sogar besiegt", rühmt sich Meyler.

Absage an den eSport

Jetzt, kurz nach seinem verletzungsbedingten Karriereende, wäre also eine optimale Gelegenheit, um an der Konsole durchzustarten, oder etwa nicht? Er wäre nicht der erste Fußballer, der diesen Schritt geht. Puskas-Award-Gewinner Wendell Lira versucht sich auch seit ein paar Jahren als eSportler. Meyler gibt dennoch eine Absage: "Ich könnte dem unmöglich genug Zeit widmen. Es erfordert herausragende Fähigkeiten und enormes Engagement, um dahin zu gelangen, wo die Profis stehen. Da nutze ich meine Zeit lieber anders." Der 30-Jährige scherzt weiter: "Meine Frau wäre bestimmt sehr wütend, wenn ich das mache."

Trotzdem will Meyler weiterhin viel FIFA spielen - nur nicht auf Profi-Ebene. Für FIFA 20 hat er sich vorgenommen, eine "Road to Glory" zu starten. Er wolle ohne FIFA-Points und sonstige Hilfen beginnen, denn "ich möchte FIFA so spielen, wie es auch die meisten anderen spielen".

Christian Mittweg

Havertz oben dabei: Die besten Talente in FIFA 20