Schafft es Toprak in die Startelf?

Maxi Eggesteins Appell: "Nicht den Anschluss verlieren"

Geht zuversichtlich in das Spiel in Dortmund: Bremens Maxi Eggestein.

Geht zuversichtlich in das Spiel in Dortmund: Bremens Maxi Eggestein. imago images

Neben Angreifer Milot Rashica, der sich im Training wieder voll belastbar zeigte, sowie Nuri Sahin (nach Gelb-Rot-Sperre zurück) ist Eggestein somit ein weiterer ausgesprochener Hoffnungsträger für den schweren Gang zu den Schwarz-Gelben. Und auch verbal macht der 22-Jährige vor der nächsten Herkulesaufgabe Mut: "Wir haben gegen Dortmund eine ganz gute Bilanz unter Flo (Trainer Kohfeldt, d. Red.). Wir sind in Dortmund im Pokal weitergekommen, haben auch im Jahr zuvor dort gewonnen. Das wollen wir jetzt auch wieder."

Dass weiterhin etliche potenzielle Leistungsträger fehlen, allen voran die offensiven Schlüsselspieler Niclas Füllkrug sowie Yuya Osako, ficht Eggestein dabei nicht an: "So schlecht ist unser Kader trotzdem nicht. Und es entspricht einfach nicht unserer Mentalität, zu sagen: Wir stellen uns nur hinten rein und versuchen, ein Unentschieden zu halten. Das wollen wir als Mannschaft nicht." Auf die Frage nach der Zielsetzung für die nun anstehenden Auswärtspartien in Dortmund und anschließend Frankfurt vor der nächsten Länderspielpause lächelt das Bremer Eigengewächs: "Sechs Punkte wären optimal...". Dass dies, zumal angesichts der jetzigen Personalsituation, reines Wunschdenken bedeutet, ist Eggestein selbstverständlich bewusst. Also appelliert er ernsthaft: "Es geht jetzt darum, bis zur Pause nicht den Anschluss zu verlieren." Gemeint: Zum oberen Tabellendrittel. "Und dann hoffen wir, dass Stück für Stück die verletzten Spieler zurückkommen."

Defensiv dürfte Kohfeldt ab Mitte Oktober dann tatsächlich wieder nahezu aus dem Vollen schöpfen können: Sebastian Langkamp und Milos Veljkovic sind am Dienstag wie vorgesehen ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Nach ihrer seit Vorbereitungsbeginn währenden Pause wäre am Wochenende aber allenfalls ein Kurzeinsatz realistisch, wenn überhaupt. Ob Innenverteidiger-Kollege Ömer Toprak an alter Wirkungsstätte zum Kaderkandidaten wird, soll sich in den kommenden ein bis zwei Tagen entscheiden. Zugleich erklärt Kohfeldt: "Wenn er ein Kaderkandidat ist, dann ist er auch ein Startelfkandidat. Seine Pause war nicht so lang." Mit der Frage, wer aus der zuletzt wacker verteidigenden Hintermannschaft weichen müsste, hätte Kohfeldt dann sogar schon wieder das erste "Luxusproblem".

Thiemo Müller

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