2. Bundesliga

4:0 bei 96! Nürnberg kennt kein Pardon - Aue gewinnt Sachsenduell

8. Spieltag: St. Pauli souverän, Fürth desolat

4:0 bei 96! Nürnberg kennt kein Pardon - Aue gewinnt Sachsenduell

Starke Leistung: Die Nürnberger Hanno Behrens, Johannes Geis und Georg Margreitter (v.l.) jubeln.

Starke Leistung: Die Nürnberger Hanno Behrens, Johannes Geis und Georg Margreitter (v.l.) jubeln. imago images

Nürnberg gewinnt das Duell der Bundesliga-Absteiger

Am Montagabend kam es in Hannover zum Duell der Absteiger: 96 hatte den 1. FC Nürnberg zu Gast - und erwischte einen völlig gebrauchten Tag. Zwar zeigten sich die Niedersachsen gegen den Club bemüht, taten sich aber enorm schwer, Chancen herauszuspielen. Wie man es besser macht, zeigten die Franken, die in Hälfte eins gefühlt dreimal aufs Tor zielten und dreimal ins Schwarze trafen: Margreitter (3.), Behrens (26.) und Hack (45.) sorgten für die Treffer der an diesem Abend gnadenlos effizienten Nürnberger, die den klaren Erfolg nach dem Seitenwechsel abgezockt über die Zeit brachten, durch Margreitter sogar noch nachlegten und letztlich klar 4:0 gewannen. Die Niedersachsen warten somit weiter auf den ersten Heimsieg der Saison, während sich der Blick in Nürnberg, das jetzt seit fünf Runden ungeschlagen ist (2/3/0), wieder etwas mehr nach oben richten dürfte.

2. Bundesliga - Scorer 2019/20
Bielefeld Klos Fabian
10
Bochum Ganvoula Silvere
9
Hannover Ducksch Marvin
7
2. Bundesliga - 8. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Stuttgart VfB Stuttgart
20
2
HSV Hamburger SV
17
3
Bielefeld Arminia Bielefeld
15
2. Bundesliga - Torjäger 2019/20
Bochum Ganvoula Silvere
6
Bielefeld Klos Fabian
6
Wiesbaden Schäffler Manuel
6

Sachsen-Duell ist eine klare Sache für Aue

Am Sonntag stieg das Sachsen-Duell zwischen Erzgebirge Aue und Dresden. Das seit fünf Spielen ungeschlagene Dynamo erwischte den besseren Start, Koné musste nach Stors klasse Vorarbeit nur noch einschieben (18.). Dann aber drehte Aue mächtig auf: Nazarov verwandelte in der 27. Minute erst einen berechtigten Strafstoß (Wahlqvist an Hochscheidt) und traf dann gekonnt aus der Distanz (39.). Damit nicht genug, kurz vor der Pause erhöhte Testroet per Kopf gegen den Ex-Klub sogar auf 3:1. Unmittelbar nach Wiederanpfiff hatte der Auer sogar seinen zweiten Treffer auf dem Schädel. In der 63. Minute hatte Aue-Keeper Männel in seinem 250. Zweitligaspiel Glück, dass der Referee vor dem vermeintlichen Treffer zum 2:3 für Dresden ein Foul von Hartmann am Keeper erkannt haben wollte, nach VAR-Eingriff blieb es beim 3:1. In der 71. Minute machte dann der auffällige Testroet mit dem vierten Treffer für die Veilchen endgültig alles klar.

St. Pauli siegt mit zwei Torpremieren

Der FC St. Pauli ging mit dem Rückenwind von vier Siegen ohne Niederlage ins Spiel gegen Sandhausen. Eine starke Anfangs- und eine starke Schlussphase im ersten Durchgang reichten, um die Weichen auf Sieg zu stellen. Mit Becker (8.) und Gyökeres (45.+1) feierten zwei Spieler ihr Tordebüt im deutschen Unterhaus. In der 66. Minute wäre beinahe die Vorentscheidung gefallen. Gyökeres ließ Zhirov stehen und scheiterte dann frei vor dem Tor an SVS-Keeper Fraisl. Erst in der 76. Minute zeigte sich dann auch mal der SVS gefährlich vor dem Tor des Gegners, Behrens scheiterte aus kurzer Distanz an Torhüter Himmelmann. Der SVS verlor letztlich verdient und ist damit seit drei Partien sieglos (0/1/2).

Kiel gewinnt locker bei desolaten Fürthern

Die SpVgg Greuther Fürth bekam es mit Holstein Kiel zu tun, in Franken gelang den Hausherren so gut wie gar nichts. Zur Pause stand es "nur" 0:1, Fürth schoss nicht ein einziges Mal aufs Tor. Kiels Serra traf in der 27. Minute zur Führung, auch weil Torhüter Burchert sein Tor überstürzt verlassen hatte. Unmittelbar zuvor war Lee noch an der Latte gescheitert. Zur Pause kam Nielsen für Seguin, doch statt neuem Schub setzte es das 0:2. Atanga legte diesmal mustergültig für Torschütze Baku auf. Es kam noch dicker für die hilflosen Franken, nach Sarpeis Patzer schnürte Baku den Doppelpack. Erst in der Schlussviertelstunde brachte das Kleeblatt einige Halbchancen zustande, auf der anderen Seite vergab Khelifi die Großchance zum 4:0 (81.). Machte nichts, Interimstrainer Ole Werner feierte dennoch seinen ersten Sieg im zweiten Spiel, die Serie von vier sieglosen KSV-Partien ist damit durchbrochen.

Regensburg ärgert den HSV

Ohne Respekt vor dem großen Namen trat Regensburg gegen den "Lieblingsgegner" HSV an. Bereits in der ersten Minute scheiterte Jahn-Kapitän Grüttner an der Latte, in der 29. Minute gelang Stolze dann die bis dato verdiente Führung gegen lethargisch wirkende Hamburger. Mit dem 1:0 ging es auch in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel schalteten die Hanseaten einen Gang hoch, Harnik scheiterte in der 63. Minute am Aluminium. Durch ein Eigentor von Nachreiner (72.) sowie Kapitän Hunt (75.) drehte der HSV dann das Ergebnis. Das Momentum lag nun auf Seiten der Hanseaten, doch Albers rettete dem Jahn in der 85. Minute das 2:2-Remis.

Trotz Ganvoula: Bochum muss weiter warten

Spektakulärer Beginn in Bochum, nach nur 25 Minuten führte der VfL durch zwei Tore von Ganvoula (10., Elfmeter, 25.) mit 2:1, für die Lilien konnte Höhn zwischenzeitlich ausgleichen (13.). In diesem Rhythmus ging es aber nicht weiter, bis zur Pause passierte nichts mehr. Und auch der zweite Durchgang gestaltete sich zäh. Bochum war auf Torsicherung bedacht, und agierte zunehmend passiv. Die Strafe folgte in der 85. Minute, als Heller zum 2:2-Endstand einköpfte.

Wenig Erbauliches im Wildpark

Wenig Höhepunkte bot die Partie zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Heidenheim in den ersten 45 Minuten. Eine der wenigen Möglichkeiten nutzte Hofmann in der 21. Minute zur Pausenführung für den KSC aus. Mit mehr Schwung kamen die Ostalbstädter aus der Kabine, Kapitän Schnatterer glich in der 54. Minute aus. Danach zog sich der 1. FCH wieder zurück, der KSC konnte aber nicht mehr antworten, so dass es beim insgesamt gerechten 1:1 blieb.

Al Ghaddioui ist spät zur Stelle: VfB jubelt in Bielefeld

Das Top-Spiel des 8. Spieltags am Freitagabend zwischen Verfolger Arminia Bielefeld und Spitzenreiter VfB Stuttgart ging durch einen Treffer in der Nachspielzeit an die ab der 61. Minute in Überzahl agierenden Schwaben, das nun einzig ungeschlagene Team in der 2. Liga. In der ersten halben Stunde hatte der VfB viel Ballbesitz, blieb aber ohne Ertrag. Das lag an Mangalas schwachem Abschluss (10.) und dem VAR, der in der 21. Minute kurz bemüht werden musste. Al Ghaddioui war im Strafraum gefoult worden, stand aber vorher im Abseits - kein Elfmeter. Die Arminia bekam in der Folge mehr Zugriff und näherte sich mit einem Lattenknaller von Hartherz (38.) und einem Klos-Kopfball (44.) an. Nach einer guten Stunde musste Kapitän Klos mit Gelb-Rot vom Platz. In der Folge wurde ein Gomez-Tor nach Videobeweis zurückgenommen (79., Abseits), doch Al Ghaddiouis Tor in der Nachspielzeit bedeutete den vierten Sieg in Folge für den Tabellenführer.

Erster Saisonsieg für den SVWW, erster Zweitliga-Sieg für Rehm

Im achten Spiel hat es für Wehen Wiesbaden geklappt, mit einem 2:0 im Aufsteiger-Duell mit Osnabrück fuhr das Schlusslicht den ersten Dreier ein - es war auch der erste Zweitliga-Sieg für Coach Rüdiger Rehm. Dabei begann die Partie äußerst unglücklich für die Heimelf, Torwart Bartels (Oberschenkel) musste bei seinem Profidebüt bereits nach drei Minuten runter. Doch der SVWW ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und kam nach einer Ecke zum 1:0. Hatte Dams den Ball mit der Hand angenommen? Schiedsrichter Benjamin Cortus ließ den Treffer nach Videobeweis zählen (23.). Danach gab für jede Mannschaft einen Aluminium-Treffer, zudem hatte Aigner für die Rehm-Elf noch eine große Chance (32.). Der zweite Durchgang hatte lange nicht viel zu bieten, ehe Schäffler gegen die harmlosen Lila-Weißen den Sack zumachte (83.).

kon