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Bundesliga, Borussia Mönchengladbach - Raffael: Zufrieden auch als Randfigur

Jantschke hat durchaus Hoffenheim auf dem Schirm

Raffael: Zufrieden auch als Randfigur

Raffael

Muss nicht mehr über die komplette Spielzeit ran: der mittlerweile 34-jährige Raffael. picture-alliance

Der neue Trainer Marco Rose setzt bei seinem Power-Fußball mehr auf andere Spielertypen. Auf Kraftpaket Stefan Lainer zum Beispiel, der über die rechte Seite ankurbelt, auf einen athletischen Brecher wie Breel Embolo im Zentrum oder auch andere stabile Profis wie Marcus Thuram und Alassane Plea.

Und so ist es wenig überraschend, dass Rafael, jahrelang Stammspieler und wichtige Schaltstation in Borussias Zentrale, bisher nur auf drei Teilzeiteinsätze kommt, wie zum Beispiel beim 2:1 im Derby gegen Mönchengladbach, als der Fein-Techniker in der Schlussphase eingewechselt wurde.

Mit 34: "Nicht das Wichtigste, ob ich über 90 Minuten spiele"

"Ich bin nicht mehr die Jüngste, es ist nicht das Wichtigste, ob ich über 90 Minuten spiele oder nur ein paar Minuten", versichert der 34-Jährige. Geht es eng zu, dann kann er mit seinen Pässen und Wendungen gegen eine stehende Abwehr vielleicht noch einmal den einen oder anderen Akzent setzen, zumindest als Teilzeitkraft.

"Wenn der Trainer mich braucht, dann bin ich bereit, auch wenn ich nur von der Bank komme", sagt Raffael. Noch immer ist der Maestro einer der beliebtesten Spieler der Borussia, und es geht ein Raunen durchs Publikum, wenn er sich zur Einwechslung bereit macht. Gerade in englischen Wochen könnte Raffael also noch einmal wichtig werden für die Borussia.

Johnson und Traoré fallen vorerst aus

Passen müssen dagegen in den nächsten Wochen zwei andere Offensivspieler. Fabian Johnson fällt wegen Adduktoren-Beschwerden aus, Ibrahima Traoré, ohnehin durch Verletzungen oft und arg gebeutelt, muss wegen einer Sprunggelenksverletzung pausieren.

Dauerbrenner Tony Jantschke dagegen, der gegen Düsseldorf verletzt vom Platz musste, hat selbst das anstehende Auswärtsspiel in Hoffenheim am Samstag noch nicht abgeschrieben. Zwar erlitt der Abwehrrecke beim Zusammenprall mit dem Kollegen Breel Embolo eine schwere Halswirbelsäulen- und Kieferprellung und wird zunächst nur ein reduziertes Trainingsprogramm absolvieren. Aber davon lässt sich der Verteidiger offensichtlich kaum beeindrucken.

"Wir warten mal ab, vielleicht klappt es sogar schon mit Hoffenheim", sagt Jantschke. "Aber klar ist ja auch, dass wir natürlich kein Risiko eingehen."

Oliver Bitter

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