Gerichtsurteil soll entscheiden

Keine Einigung zwischen KSC und der Stadt Karlsruhe

Ingo Wellenreuther

Nicht einer Meinung mit der Stadt Karlsruhe: KSC-Präsident Ingo Wellenreuther. imago images

Am Montag hatte man verhandelt, eine außergerichtliche Einigung im Rechtsstreit um das neue Wildparkstadion zwischen dem Karlsruher SC und der Stadt hat es nicht gegeben. Aus diesem Grund wird nun das Landgericht Karlsruhe am Freitag ein Urteil über die vier vom Verein beantragten einstweiligen Verfügungen fällen.

Worum geht es? Hauptstreitpunkt sind Besonderheiten der baulichen Ausführung, unter anderem bei Zuschauerverpflegung und in den VIP-Bereichen. Laut KSC stehen diese dem Verein vertraglich zu, allerdings lehnt die Stadt dies aus Kostengründen ab. Aus diesem Grund hatte der KSC vor rund vier Wochen per einstweiliger Verfügung gerichtlich beantragt, den Erlass anderer Baupläne zu verhindern. In der Folge gab es schon zwei Gütetermine - beide scheiterten.

"Der KSC wurde genötigt, Kostenschätzungen zu unterschreiben, ohne die Möglichkeit zu haben, die Angemessenheit nachzuprüfen", klagte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur über die Stadt und betonte, dass der Verein ein Auskunftsrecht habe: "Das Gericht hat glasklar gesagt, dass der Karlsruher SC einen umfassenden Informationsanspruch hat."

Und hier liegt laut KSC auch der Hund begraben, da "das Gericht festgestellt habe, dass der KSC von der Stadt nicht ausreichend mit relevanten Informationen zum Stadionprojekt versorgt worden sei". Die Stadt selbst wollte sich auf Anfrage zunächst nicht zur gescheiterten Einigung äußern.

drm