Augsburg: Erst in der Startelf, dann nicht im Kader

Warum Schmidt Framberger zu Hause ließ

Gegen Frankfurt in der Startelf, in Freiburg nicht im Kader: Augsburgs Raphael Framberger, vorne gegen Paciencia.

Gegen Frankfurt in der Startelf, in Freiburg nicht im Kader: Augsburgs Raphael Framberger, vorne gegen Paciencia. Getty Images

Für seine solide Leistung gegen die Eintracht hatte Framberger von den FCA-Verantwortlichen viel Lob bekommen. Trotzdem war zu erwarten, dass Routinier Stephan Lichtsteiner nach verbüßter Gelb-Rot-Sperre in die Startelf zurückkehrt. Ein wenig überraschend war allerdings, dass Framberger auch nicht auf der Bank saß, sondern gar nicht im Spieltagskader auftauchte.

Eigentlich war Frambergers Comeback erst für Oktober angedacht

Der Grund dafür sei "reine Belastungssteuerung", erklärte Schmidt, der den 24-Jährigen nach dem zweiten Kreuzbandriss seiner Karriere schützen will. "Das Spiel gegen Frankfurt war für ihn eigentlich zu früh. Wir wollen ihn langsam und behutsam aufbauen und in den nächsten ein, zwei, drei Monaten dosiert bringen. Wenn wir ihm zwei, drei Spiele hintereinander reinknallen, ist das Risiko zu groß, dass etwas passiert", erläutert Schmidt. Eigentlich war Frambergers Comeback erst für Oktober angedacht, doch der Außenverteidiger war schneller. "Er hat dadurch Mut bekommen und weiß jetzt, dass es geht", so Schmidt.

Der im August verpflichtete und zuvor zwei Monate vereinslose Lichtsteiner offenbarte in Freiburg, dass es ihm nach einer Vorbereitung ohne Mannschaftstraining bei aller Erfahrung noch an Spritzigkeit mangelt. Unter anderem beim Freiburger Führungstor sah der 35-Jährige nicht gut aus. "Er ist schwer reingekommen, hat sich aber gesteigert", meinte Schmidt. Die Hoffnung der Augsburger: Lichtsteiner soll durch Spiele schnell in den Rhythmus kommen - und Framberger den Konkurrenzdruck auf der rechten Abwehrseite hochhalten.

David Bernreuther

Bilder zur Partie SC Freiburg - FC Augsburg