Regensburgs Trainer Selimbegovic ärgert sich über Niederlage

"Du kannst jetzt rumheulen, ändern wird sich davon aber nichts"

Mersad Selimbegovic

Will weiter mutig auftreten: Regensburgs Trainer Mersad Selimbegovic. imago images

"Wir haben ein Spiel verloren, das wir eigentlich nie im Leben verlieren dürfen", lauteten die einleitenden Worte Selimbegovics auf der obligatorischen Pressekonferenz. Die Oberpfälzer hatten stark begonnen, lagen zur Pause durch einen Treffer von Jann George in Front, hätten aber, so der Coach, "nach der ersten Hälfte mit mehr als 1:0 führen" müssen.

Insgesamt habe sein Team "nicht konsequent gespielt, unsere Aktionen nicht bis zum Ende ausgeführt". Vielmehr agierte Regensburg viel zu umständlich. Anstelle eines Torabschlusses wurden viel zu häufig "weitere Spieler gesucht, die vielleicht besser stehen", so der 37-Jährige. Nach dem Seitenwechsel sollte sich das rächen. "Der Gegner hat alles probiert und alles nach vorne geschmissen." In dieser "schwierigen Phase" hätte der SSV allerdings weiterhin gut dagegengehalten und "ein, zwei Möglichkeiten" gehabt, "das 2:0 zu machen. Dann wäre es für den Gegner sehr schwer geworden."

Das Spiel verlierst du dann nach einem Sonntagsschuss.

Mersad Selimbegovic

Stattdessen egalisierte Moussa Koné das Ergebnis. Die Folge: "Es war eine offene Partie" - mit letztlich schlechtem Ausgang für die Gäste aus der Oberpfalz. "Das Spiel verlierst du dann nach einem Sonntagsschuss", analysierte Selimbegovic den späten SGD-Siegtreffer durch Florian Ballas.

"Lassen wir den Kopf hängen oder machen wir mit breiter Brust weiter?", stellte der Coach selbst die Fragen - und beantwortete diese auch direkt: "Du kannst jetzt rumheulen, ändern wird sich davon aber nichts", gab er sich kämpferisch. "Wir machen einfach weiter, sind weiter mutig unterwegs und werden unsere Punkte holen", so Selimbegovic. "Es gleicht sich irgendwann alles aus - wenn du es forcierst. Wenn du aber den Kopf hängen lässt, dann wird es dauern, bis es sich ausgleicht."

kög