DFB-Direktorin äußert sich im kicker-Interview

Ullrich: "Entwicklung, die ich mir auch auf dem deutschen Markt wünsche"

Heike Ullrich

Sieht die Frauen-Bundesliga auf einem guten Weg: Heike Ullrich. imago images

Ein Live-Spiel bei Eurosport, Zusammenfassung eines Samstagsspiels bei der ARD, neue Anstoßzeiten und mit Flyeralarm einen neuen Namensgeber und Sponsor der Liga: "Die Reaktionen der Vereine waren überwiegend sehr positiv", wie Ullrich erklärte. Die Klubs sehen ein "Riesenchance, diese Plattformen zu nutzen".

Doch damit ist es nicht getan, wie Ullrich unterstreicht, denn andere Ligen, wie England oder Frankreich machen Deutschland mächtig Konkurrenz. "Wir müssen genau hinsehen, was andere Verbände schneller, vielleicht auch besser machen als wir, wo sie kreativer oder auch agiler sind", so die 50-Jährige.

"Dass sich in England Spitzenvereine des Themas Frauenfußball strategisch annehmen, ist eine Entwicklung, die ich mir auch auf dem deutschen Markt wünsche: dass sich unsere Lizenzvereine intensiv mit dem Thema Frauenfußball auseinandersetzen, mehr und mehr Vereine das Thema strategisch unter einem Dach zusammenführen und für sich als gesellschaftspolitische Aufgabe sehen", sagte Ullrich.

In der Montagausgabe des kicker erklärt Heike Ullrich zudem die Thematik rund um den neuen Liga-Ausschuss, warum sie keine Angst hat, dass Top-Spielerinnen abwandern und Deutschland von anderen Ligen überholt wird, und sie greift das Thema duale Karriere auf.

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nik/Susanne Müller