Bargfredes bemerkenswertes Comeback

Zündet "Rakete" Rashica in Dortmund ?

Milot Rashica

Re-Start in Dortmund? Dortmunds Offensivspieler Milot Rashica. imago images

Rashica zählte zwar zum Kader, wurde dann aber nicht einmal eingewechselt. Ursache: Es waren neue muskuläre Probleme aufgetreten, die das Risiko eines Einsatzes zumindest erhöht hätten.

"Am Freitag nach dem Abschlusstraining hatte Milot wieder Ermüdungserscheinungen im Muskel", gab Trainer Florian Kohfeldt zu Protokoll. Mehr als "zehn bis 15 Minuten" Spielzeit wären demnach nicht zu vertreten gewesen.

Aufgrund von Spielstand und Spielverlauf in der Schlussphase hatte sich die Frage dann erübrigt, ob es sich lohnen könnte, den 23-Jährigen nach überstandener Adduktorenverletzung noch ins Gefecht zu schicken. Stattdessen beendete Rashica das obligatorische Aufwärmen mit den übrigen Reservisten vorzeitig. Der Plan lautet nun, die "Rakete" Rashica am kommenden Samstag in Dortmund zu zünden. Der Verlauf der Trainingswoche bleibt freilich erst einmal abzuwarten. Immerhin versichert Kohfeldt: "Milot ist nichts passiert, er war einfach nur ein bisschen kaputt."

Demzufolge sollte Rashica am Dienstag wieder auf dem Trainingsplatz stehen. Gleiches kündigt Kohfeldt in den Fällen Milos Veljkovic (nach Zehen-OP) und Sebastian Langkamp (Faserriss in der Wade) an. Beide Innenverteidiger fehlten bekanntlich seit dem ersten Tag der Vorbereitung. Für Dortmund sind sie daher nach menschlichem Ermessen noch kein Thema. Ebensowenig wie wohl auch Kapitän Niklas Moisander (Faserriss), der die Belastung zwar steigern kann, aber noch nicht unbedingt in dieser Woche im Mannschaftstraining zu erwarten ist.

Die Chancen bei Ömer und Bargfrede

Ungefähr bei 50:50 stehen die Chancen diesbezüglich für Ömer Toprak. Wäre er wieder voll belastbar, könnte er an alter Wirkungsstätte beim BVB auch direkt wieder zum Aufgebot zählen. Ein noch weitaus bemerkenswerteres Comeback gelang gegen Leipzig Philipp Bargfrede: Nach Knie-OP und sechs Monaten Spielpause reichten dem Abräumer ganze vier Tage Mannschaftstraining, um gleich eine knappe halbe Stunde mitzuwirken. "Er braucht noch Rhythmus", bilanzierte Kohfeldt, "aber Bargi ist für seine Verhältnisse extrem gesund, und seine Leistung war gut." Als wertvolle Teilzeitkraft ist der Defensiv-Allrounder somit auf Anhieb wieder einzuplanen.

Thiemo Müller

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