Zauntritt, Ballwegdreschen, Generalkritik

Graz-Coach flippt aus: "Unfassbar, dass ich hier gelandet bin"

Fassungslos: Graz-Coach Nestor El Maestro (Mi.) schlägt die Hände über den Kopf zusammen.

Fassungslos: Graz-Coach Nestor El Maestro (Mi.) schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. imago images

Graz hatte in Mattersburg in der Nachspielzeit ein Elfmetertor zum Ausgleich kassiert. Nach dem Schlusspfiff trat der Grazer Coach erst gegen einen Zaun, ging dann zum Schiedsrichter und riss ihm den Ball aus der Hand, den er anschließend wegkickte. Im Kabinentrakt zeigten TV-Kameras, wie er eine Absperrung mittels Hand- und Fußarbeit demolierte. Anschließend verschwand er in der Kabine.

"Ich möchte mich für meine Überreaktion entschuldigen. Es tut mir leid. In den letzten vier Spielen gab es Entscheidungen gegen uns, es sind nicht alle falsch, aber diskutabel. Es macht wenig Spaß", sagte El Maestro später. Im Fernseh-Interview wirkte der Serbe niedergeschlagen. "Am liebsten würde ich jetzt nach Hause gehen und bisschen Urlaub machen", sagte er weiter. "Ich bin gerne hier in Österreich, bin gefühlt Österreicher. Aber das ist jetzt nicht so ein Jahrhundertjob für mich. Unfassbar, dass ich hier gelandet bin. Wenn Sie unsere Niederlagen analysieren, wie viele waren da ganz sauber?", fragte der Coach, der unter anderem als Co-Trainer für Schalke, Hannover und den HSV gearbeitet hatte.

Nicht nur El Maestro war außer sich. Torhüter Jörg Siebenhandl erkannte im Sky-Interview ein "Verbrechen am Fußball" und hoffte auf "dementsprechende Konsequenzen" für den Referee. "Am liebsten hätte ihn jeder zusammengegrätscht, aber das kannst du als Spieler nicht."

las/sid