Wer ist verantwortlich für die Entwicklung des Marokkaners?

Harit läuft heiß - und Schalke freut's

Amine Harit

Für ihn läuft es derzeit blendend: Amine Harit. imago images

Dass Harit über viel fußballerisches Talent verfügt, dürfte unbestritten sein. Nur konnte der marokkanische Nationalspieler dieses nur selten abrufen. Das hat sich nun aber offenbar geändert. In den letzten beiden Spielen war der Dribbler an vier Toren direkt beteiligt (drei Tore, eine Vorlage) - und weist damit in diesen zwei Spielen eine bessere Bilanz auf als in den 34 Bundesligapartien zuvor (zwei Tore, eine Vorlage).

"Ich habe alles verändert, bin fokussierter", sagte Harit nach Abpfiff bei DAZN und ergänzte: "Wenn du viel arbeitest, dann zahlt sich das irgendwann aus." Ausgezahlt hat sich aber auch das Vertrauen, dass Schalkes Trainer David Wagner dem 22-Jährigen schenkt. "Wir haben ein sehr gutes Verhältnis und reden viel miteinander", gab Harit Einblick in seine Beziehung zu Wagner. "Er gibt mir mehr Selbstvertrauen."

Harit zahlt das Vertrauen mit den Toren zurück

Laut Sascha Riether (Koordinator Lizenzspieler) hat "Wagner mit Sicherheit einen großen Anteil" an Harits derzeitiger Entwicklung, "aber er selbst hat auch einen großen Anteil". Der 36-Jährige Ex-Profi führte auch aus, dass man dem Spieler nach der schwierigen letzten Saison die Chance geben wollte, "von Null anzufangen. Und er zahlt es im Moment mit Toren zurück. Super, dass er zu alter Stärke zurückfindet."

Am Harits Qualitäten besteht ohnehin kein Zweifel. "Wir wissen, was Amine kann. Im Eins-gegen-eins ist er bärenstark", beschreibt Riether den Instinktfußballer und führte aus: "Man muss ihm einfach nur den Ball geben und er weiß damit immer etwas anzufangen."

Schneiders Schelte

Sportvorstand Jochen Schneider freut die Entwicklung ebenfalls. "Das hat er sich verdient, weil er toll arbeitet, sich einbringt, nach hinten mithilft und ein Teamplayer ist", meinte der 49-Jährige, der aber mit der allgemeinen Leistung der Knappen gegen Mainz alles andere als zufrieden war.

"Wir haben in der 2. Halbzeit völlig den Faden verloren und erst nach dem Ausgleich wieder angefangen, Fußball zu spielen. Dann ist es natürlich glücklich, kurz vor Schluss noch den Siegtreffer zu erzielen", sparte Schneider nicht mit Kritik und warnte ob der guten Serie von drei Siegen in Serie vor zu viel Euphorie: "Die Spiele sind alle total eng. Man muss das schon richtig einordnen."

Riethers Einschätzung zum Spiel gegen Mainz fiel ähnlich aus ("Mit der Leistung kann man nicht zufrieden sein"), allerdings nimmt er die Punkte gerne mit - und den momentanen Lauf ebenso. "Wir freuen uns, dass es so gut läuft und arbeiten hart dran, dass es so weitergeht."

Als nächstes steht am Samstag, den 28. September, das schwere Auswärtsspiel in Leipzig an. Oder, um es in Riethers Worten zu sagen: "Ein Topspiel. Das hätte vor der Saison wirklich niemand gedacht."

drm

Bilder zur Partie FC Schalke 04 - 1. FSV Mainz 05