Personalsorgen vor Duell mit 1860 München

Lieberknecht sieht Torgefahr als Trumpf

Torsten Lieberknecht

Lieberknecht hofft auf ein Erfolgserlebnis gegen 1860 München. imago images

Unter der Woche gab es einen gelungenen Test gegen den Oberligist TSG Sprockhövel. Mit 5:1 gewann der MSV Duisburg die Partie und setzte dabei vor allem auf Ersatzspieler und Talente. Und einen Probespieler: Anthony Syhre, vormals unter anderem in der 3. Liga bei den Würzburger Kickers und dem VfL Osnabrück im Einsatz. "Er hat sich in den Trainingstagen und im Testspiel sehr positiv gezeigt", sagte Trainer Tosten Lieberknecht auf der Pressekonferenz zum Innenverteidiger, um gleich anzufügen: "Wir müssen aber auch gucken, ob da im Budget etwas machbar ist. Das sieht im Moment eher schwierig aus."

Damit drückte der Trainer gegenwärtig das ganze Dilemma beim MSV aus: Bedarf an Personal ist durchaus vorhanden, es fehlt nur an Mitteln zur Finanzierung. Denn die Langzeitverletzten machen es dem Trainer bei schmalem Kader nicht leichter - zuletzt meldete sich Linksverteidiger Arne Sicker mit einer Sehnenzerrung ab. Lieberknecht sagte am Donnerstag mit Blick auf das Spiel nicht zu Unrecht: "Wir hoffen, dass wir heil aus den letzten beiden Trainingseinheiten herauskommen, um dann einen 18-Mann-Kader definitiv aufstellen zu können."

Duisburg seit zwei Spielen ohne Sieg

Sportlich müssen die übrig gebliebenen Spieler gegen 1860 München den leichten Abwärtstrend stoppen. Zumindest gab es in den beiden vergangenen Partien gegen den 1. FC Magdeburg (1:1) und Waldhof Mannheim (3:4) nur einen Zähler für das Punktekonto. In der Tabelle klafft inzwischen eine Lücke von vier Punkten zum Relegationsplatz. Wobei Duisburg am 2. Oktober noch ein Nachholspiel gegen den SV Meppen bestreiten muss. Bleibt der MSV jedoch erneut ohne Sieg, wird der Sog ins Niemandsland der Tabelle immer stärker.

Der Respekt vor den "Löwen" aus München ist dennoch groß bei Lieberknecht, das Team von Daniel Bierofka beendete seinen kleinen Negativlauf zuletzt mit zwei Siegen gegen den Chemnitzer FC (1:0) und Carl Zeiss Jena (3:1). Lieberknecht erwartet den Gegner auswärts "hoch pressend" und "stürmisch". Der 46-Jährige ist aber auch überzeugt: "Wenn wir unsere Abläufe spielen, dann sind wir immer torgefährlich." Immerhin erzielte der MSV in sechs seiner bisherigen sieben Ligaspiele mindestens zwei Tore - keine schlechten Voraussetzungen für die Drittliga-Premiere gegen München. Trotz aller Personalprobleme.

kon