Bayern-Präsident über die Torwart-Thematik beim DFB

Hoeneß legt nach: "Ter Stegen beschädigt einen tadellosen Sportsmann"

Uli Hoeneß

Erklärte via Medien, dass Spieler nicht über die Medien gehen sollen: Uli Hoeneß. imago images

Nach dem 3:0 des FC Bayern gegen Roter Stern Belgrad hatte Uli Hoeneß in der Mixed Zone der Allianz-Arena zum Rundumschlag gegen Marc-André ter Stegen, den DFB und die Medien ausgeholt. Die westdeutsche Presse würde ter Stegen verteidigen, die süddeutsche aber Neuer nicht. Ter Stegen habe gar keinen Anspruch, in der Nationalmannschaft die Nummer 1 zu sein, weil Neuer sowieso "viel besser" sei. Und und und.

Das reichte dem FCB-Präsidenten offenbar noch nicht. Mit einem Tag Abstand legte Hoeneß beim Medientreffen der Basketball-Bundesliga nach. Er denke, fing Hoeneß an, "dass die handelnden Personen jetzt klug genug sind, die Dinge in den nächsten Monaten mit den Personen zu besprechen, die betroffen sind. Und nicht mit den Medien."

Dabei kritisierte er erneut ter Stegens Interview, in dem der Barça-Keeper allerdings nie Neuer attackiert hatte. "Die Spieler sollen zu ihrem Trainer gehen", sagte Hoeneß, "oder dem Sportdirektor oder Manager und sich da möglicherweise austauschen."

"Dann hat der ter Stegen wahrscheinlich schon einen grauen Bart"

Hoeneß hätte sich "von den handelnden Personen", also Joachim Löw oder Oliver Bierhoff, gewünscht, "dass man den Herrn ter Stegen in die Ecke stellt und ihm klar sagt, dass es so nicht geht. Denn er beschädigt hier einen tadellosen Sportsmann wie den Manuel Neuer, der niemandem was getan hat."

Neuer würde jetzt gerade als "altes Eisen" dargestellt werden, dessen Zeit im DFB-Tor begrenzt sei und "gefälligst nach der Europameisterschaft aufzuhören" habe. "Da werden sich manche noch wundern. Wenn das so weitergeht, spielt der in fünf Jahren noch, und dann hat der ter Stegen wahrscheinlich schon einen grauen Bart."

Hoeneß vergleicht ter Stegens Interview mit der Rundumschlags-Pressekonferenz

Eine Reaktion auf seine gestrige Brandrede habe Hoeneß nicht bekommen, "die erwarte ich auch nicht." Inzwischen hat sich Bierhoff aber geäußert.

Für ter Stegen hielt er stattdessen noch einen Ratschlag bereit. "Wenn man in der heutigen Medienwelt lebt, muss man wissen, was man anrichtet. Das gilt für alle, die etwas beginnen. Wir mussten uns für unsere Pressekonferenz entschuldigen. Von ter Stegen habe ich noch keine Entschuldigung gehört."

mkr

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