'MoAuba' schlägt internationale Angebote aus

Nach Bremen-Abschied: Weltmeister Harkous geht zum FOKUS Clan

FIFA-Weltmeister Mohammed 'MoAuba' Harkous wechselt zum FOKUS Clan.

FIFA-Weltmeister Mohammed 'MoAuba' Harkous wechselt zum FOKUS Clan. FOKUS CLAN

Harkous (22), der gerade erst FIFA-Weltmeister geworden ist, standen alle Türen offen. Aber anstatt ins Ausland, zu einer großen eSport-Organisation oder zu einem anderen Fußballverein zu gehen, entschied sich 'MoAuba' für den FOKUS Clan, nachdem er zuvor seinen Vertrag bei Werder Bremen nicht verlängert hatte.

Dort ist auch sein WM-Coach Matthias 'STYLO' Hietsch unter Vertrag, und mit Danny 'proownez' Liepolt ebenso einer der reichweitenstärksten deutschen FIFA-YouTuber. Hinter dem Transfer dürfte auch Harkous' Agentur STARK stecken, die den FOKUS Clan und deren Spieler betreut. Medienberichten zufolge hatte ebenso die Familie von Harkous großen Einfluss auf die Entscheidung. Zusätzlich hätte FOKUS Clan dem Weltmeister das beste Gesamtpaket aus Umfeld, Konzept und Ambitionen bieten können. Nun wolle Harkous helfen, den Clan zur internationalen Nummer 1 zu machen. Schon mit der Gründung gab der FOKUS Clan das Motto aus: "Wir sind gekommen, um das beste FIFA-Team der Welt zu werden." Mit Harkous an der Seite könnte das nun zumindest sportlich wahr werden.

Rätselhafte Entscheidung?

Die Entscheidung des Weltmeisters gibt zunächst einmal Rätsel auf: Jetzt auf dem Höhepunkt seiner Karriere hätte Harkous einen hochdotierten Vertrag abgreifen können. Wer allerdings die Szene und den bescheidenen Weltmeister kennt, für den ist die Entscheidung nicht mehr allzu verwunderlich. Harkous schätzt das Umfeld, dass er bei STARK und mit seiner Familie in Bochum hat. 'Mo' ist keiner, der den Trubel und die Aufmerksamkeit sucht. Er fühlt sich wohl in der deutschen Sprache und es ist fraglich, ob ein Bundesligaklub ihm mehr hätte bieten können als Werder Bremen.

Denkbar ist allerdings auch folgendes Szenario: Alle eingegangenen Angebote genügten den Ansprüchen des Weltmeisters nicht und zusammen mit seiner Agentur könnte er entschieden haben, Zwischenhalt bei der unternehmensnahen Organisation zu machen. Denn FIFA spielen kann Harkous auch dort, er hat ein kompetitives Umfeld, und um Geld muss er sich nach seinem WM-Sieg vorerst nicht sorgen.

Holm Kräusche/sid

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