Ex-Schalker nach dem überraschenden Sieg in Leverkusen

Höwedes verteidigt sich: "Ich hätte nicht mit Pflaster spielen dürfen"

Benedikt Höwedes

Erzielte in Leverkusen ein Eigentor: Ex-Schalker Benedikt Höwedes. picture alliance

Keine zehn Minuten hatte Lokomotive Moskau am Mittwochabend in Leverkusen geführt, da hielt Benedikt Höwedes sein Bein in einen Schuss von Charles Aranguiz und fiel umgehend zu Boden. Der Ur-Schalker hatte gesehen, dass sein Klärungsversuch im eigenen Netz gelandet war, und musste dann ungläubig lachen.

"Ich hätte nicht mit Pflaster spielen dürfen", verteidigte sich Höwedes anschließend. Vor fünf Tagen hatte er eine große Platzwunde über dem linken Auge erlitten und gegen den Rat des Arztes mit einem Pflaster statt einer Maske gespielt. "Das habe ich abgelehnt, weil man damit nicht gut sieht. Aber mit dem Pflaster war es auch nicht besser. Das klingt vielleicht nach einer Ausrede, aber vielleicht habe ich in dem Moment nicht richtig gesehen. Insgesamt war das ein bisschen unglücklich, aber auch ein bisschen ungeschickt."

Als Konsequenz hatte sich Höwedes das Pflaster in der zweiten Hälfte vom Kopf gerissen und ohne Schutz weitergespielt. "Ich habe mich damit viel wohler gefühlt", erklärte der Weltmeister von 2014. "Es ist zwar wieder ein bisschen aufgerissen und muss wieder genäht werden. Auch tat der Kopf etwas weh. Aber das ist mir lieber, als vielleicht noch ein zweites Eigentor zu machen."

Zu Höwedes' Glück ging Moskau nur zwölf Minuten nach seinem Eigentor wieder in Führung - und hielt diese bis zum Schluss. "Da wir gewonnen haben, kann ich am Ende drüber lachen." So heißt der überraschende Tabellenführer nach Spieltag eins in der Gruppe D Lokomotive Moskau - vor Atletico Madrid, Juventus und Leverkusen.

mkr