7. Spieltag: Hannover beendet in Kiel die Talfahrt

HSV schießt sich Derbyfrust von der Seele - Dynamo siegt spät

Wirbelte Aue durcheinander: HSV-Stürmer Martin Harnik.

Wirbelte Aue durcheinander: HSV-Stürmer Martin Harnik. Getty Images

Am Sonntag wollte der Hamburger SV gegen Aue das verlorene Stadt-Derby auf St. Pauli (0:2) vergessen manchen. Das gelang - mit Harnik, Dudziak und Hunt in der Startelf - eindrucksvoll: Vagnoman schloss seinen Slalomlauf von rechts mit einem Linksschuss ab, der noch abgefälscht wurde - 1:0 für die Hansestädter (18.). Nach klasse Zusammenspiel von van Drongelen, Harnik und Torschütze Hinterseer baute der HSV die Führung in der 32. Minute aus. Unmittelbar nach Wiederanpfiff dann die Entscheidung: Wieder stellte ein langer Pass von van Drongelen Aues Abwehr vor unlösbare Probleme, Harnik feuerte das Leder zum 3:0 ins kurze Eck (47.). Die seit drei Spielen ungeschlagenen Auer kassierten dann in der 63. Minute das 0:4 durch Hunt, damit hatte es die Schuster-Truppe aber auch überstanden. Die Rothosen grüßen nach dem deutlichen und nie gefährdeten Sieg von Rang zwei.

Kein Sieger an der Bremer Brücke - Diarra fliegt

St. Pauli wollte den Rückenwind aus dem Derby natürlich nach Osnabrück mitnehmen. Doch der VfL hatte etwas dagegen. Ein harter, aber nicht sehr platzierter Freistoß von Wolze stellte Keeper Himmelmann vor unlösbare Probleme (13.), doch bereits in der 22. Minute glichen die Kiez-Kicker aus. Diamantakos hatte Miyachis Treffer mit einem fulminanten Sololauf eingeleitet. Die Partie gestaltete sich danach ausgeglichen, gegen Ende legte Osnabrück jedoch einen Zahn zu. Mit dem dritten Heimsieg in Folge sollte es aber nichts werden für den Aufsteiger, hüben wie drüben gab es kaum noch Torszenen zu bewundern. Daran änderte auch ein Platzverweis für St. Pauli nichts. In der 84. Minute flog der erst in der 67. Minute eingewechselte Diarra mit Gelb-Rot vom Platz.

2. Bundesliga - Scorer 2019/20
Klos Fabian
10
Ducksch Marvin
7
Ganvoula Silvere
7
2. Bundesliga - 7. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
VfB Stuttgart
17
2
Hamburger SV
16
3
Arminia Bielefeld
15
2. Bundesliga - Torjäger 2019/20
Klos Fabian
6
Schäffler Manuel
5
Alvarez Marcos
4

Ballas bringt Dresden den späten Sieg

Dynamo Dresden hatte drei Remis in Folge zu verzeichnen, gegen Regensburg sollte mal wieder ein Sieg her. Doch die Oberpfälzer entpuppten sich als unangenehmer Gegner. George traf in der 27. Minute zur verdienten Führung für den Jahn, die bis zur Pause gegen einfallslose Dresdner Bestand hatte. Dann aber blitzte die spielerische Finesse bei den Sachsen auf: Atik bediente mustergültig Wahlqvist, der Schwede legte quer auf Koné - 1:1 (55.). In der 69. Minute wäre Dresdens Jeremejeff beinahe die Führung gelungen, das Leder verfehlte das Tor um Haaresbreite. Kurz vor Schluss war Dynamo dann doch noch erfolgreich: Ballas ballerte das Leder zum 2:1-Sieg für die Sachsen in die Maschen!

VfB wackelt und feiert am Ende trotzdem

Philipp Förster

Heimspieldebüt und Tor: Philipp Förster. imago images

Der VfB Stuttgart feierte gegen Fürth einen glücklichen 2:0-Sieg. Die Schwaben legten bei Traumwetter einen Traumstart hin. Bereits nach zwei Minuten traf Didavi nach Vorlage von Wamangituka zum 1:0. Doch von der frühen Führung mal abgesehen, waren die Franken zunächst das tonangebende Team - Zählbares sprang aber nicht heraus. Dann mussten die Schwaben auch noch die verletzten Kobel und Castro auswechseln. Doch das Kleeblatt hatte einfach kein Glück, Mohr traf erst die Latte und nach dem Wechsel auch noch den Pfosten. Kurz vor dem Ende erlöste Neuzugang Förster die rund 50.000 Zuschauer mit dem 2:0. So blieb der VfB - wenn auch glücklich - weiter ungeschlagen und Tabellenführer. Die Franken kassierten nach fünf Spielen mal wieder eine Niederlage.

Bielefeld jubelt nach wildem Kick

Arminia Bielefeld blieb auch bei Schlusslicht Wiesbaden ungeschlagen und freute sich über Saisonsieg Nummer vier. Die frühe Führung der Hausherren (Schäffler) hatte nur kurz Bestand, denn Soukou glich für die Arminen per 20-Meter-Schuss aus. Keeper Watkowiak sah dabei allerdings nicht sehr glücklich aus. Nach einer halben Stunde war die Partie gedreht: Klos stocherte den Ball aus kurzer Distanz zum 2:1 über die Linie und Edmundsson erhöhte sogar noch auf 3:1. Kurz nach der Pause war die Partie für die Hausherren gelaufen: Nach einem Freistoß köpfte Voglsammer zum 4:1 in die Maschen. Völlig wild ging es weiter. Tore, Elfmeter, Rote Karte - am Ende hieß es 5:2. Während beim SVWW nach nur einem Punkt aus sieben Spielen bereits alle Alarmglocken schrillen, bleiben die Arminen im Kampf um den Aufstieg mittendrin und dem VfB dicht auf den Fersen.

Drittes Remis in Folge für Nürnberg

Der 1. FC Nürnberg enttäuschte gegen den Karlsruher SC und kam nicht über ein 1:1 hinaus. Der Club war anfangs sichtlich um Kontrolle bemüht und das bessere Team. Allerdings blieben die Franken vor dem Tor zu harmlos. Als es nach einem klaren Foul aber Elfmeter gab, verwandelte Geis zum verdienten 1:0. Der KSC wurde aktiver und vor der Pause dafür belohnt. Stiefler traf zum Ausgleich. Kerk ließ für Nürnberg vor der Pause die erneute Führung liegen. Kläglich vergab Hack freistehend im Strafraum. Ansonsten zeigte Karlsruhe aber eine starke Leistung und verdiente sich den Punkt. Für Nürnberg war es das dritte Remis in Serie.

Sandhausen duselt sich zum Punkt

Trotz guter Vorstellung reichte es für Bochum in Sandhausen nur zu einem Remis. Der VfL hatte es in der ersten Hälfte zunächst verpasst vorzulegen. Während der SVS nur hinterher rannte, hätten die Gäste mindestens einen Treffer erzielen müssen. Erst nach einer Ecke war Ganvoula zur Stelle und erlöste die Gäste. Doch Bouhaddouz besorgte für den SVS den am Ende glücklichen Treffer zum 1:1-Endstand.

Hannover und Slomka atmen in Kiel auf

Nach der Entlassung von Andre Schubert ging das Debüt für Ole Werner auf der Bank gegen Hannover schief. Das mangelnde Selbstbewusstsein auf beiden Seiten führte zu einer recht zähen Anfangsphase mit Ballbesitzvorteilen auf Seiten der Gäste und Fehlpässen am Fließband. Bis zur ersten nennenswerte Chance dauerte es aber über eine halbe Stunde. Teuchert scheiterte dabei an Gelios, der für Reimann zwischen den Pfosten stand. Trotzdem ging es mit einer Führung in die Kabine. Ducksch fiel nach einem missglückten Klärungsversuch der Ball auf den Kopf und er musste nur noch einnicken. Nach dem Wechsel erhöhte Teuchert per sehenswertem Fernschuss auf 2:0. Nach einem schönen Angriff der Störche schloss Lee per Kopf zum 1:2 ab. Letztlich retteten die Niedersachsen die Führung über die Zeit und feierten im Holstein-Stadion ihren zweiten Saisonsieg.

Leipertz beschert Heidenheim den Sieg

Darmstadt blieb in Heidenheim im vierten Spiel in Serie ohne Sieg und kassierte eine 0:1-Niederlage. Die Höhepunkte waren bei bestem Wetter auf der Schwäbischen Alb rar gesät. Es dauerte fast eine halbe Stunde, ehe die Hausherren durch Kleindienst eine erste richtig gute Möglichkeit hatten. Wenig später verhinderte Heidenheims Keeper Müller mit einer guten Reaktion die Führung für die Lilien. Ansonsten gab es viel Leerlauf. Nach der Pause erzielten die Schwaben mit einem kuriosen Schuss aus der zweiten Reihe 1:0. Leipertz hatte Keeper Stritzel, der dem Ball nur hinterherschaute, überrascht. Die Darmstädter trafen nur noch die Latte (Ozegovic) und der FCH freute sich über den glücklichen Sieg.

kon