Vor dem Gruppenauftakt gegen den schwächsten Gegner

Bosz: "Die Ansage ist deutlich: Wir müssen gewinnen!"

Peter Bosz

Erwartet einen Sieg: Peter Bosz. imago images

Man braucht nicht lange um den heißen Brei herumzureden. Möchte Bayer 04 am Ende einen der beiden ersten Plätze in der Gruppe D ergattern, dann ist dafür ein Sieg am Mittwoch gegen Lokomotive Moskau eine anscheinend unbedingte Voraussetzung, könnte doch ein Ausrutscher gegen die Russen, egal ob im Hin- oder im Rückspiel, das Zünglein an der Waage darstellen, wenn man einen der beiden Favoriten, Juventus Turin und Atletico Madrid, ein Schnippchen schlagen möchte.

Das weiß auch Peter Bosz. Und deswegen stellte der Niederländer am Dienstag auch unumwunden fest, was er von seiner Mannschaft erwartet. "Die Ansage ist deutlich. Wir müssen morgen gewinnen", fordert der Werkself-Trainer. Wobei für ihn diese Vorgabe für alle drei Partien in der Bay-Arena gilt. "Wir müssen gewinnen. Das ist halt so. Das wäre aber auch so, wenn wir gegen eine der anderen beiden Mannschaften gespielt hätten", so Bosz.

Probleme mit defensiv- und konterstarken Mannschaften

Doch schon die erste Aufgabe gegen Moskau droht, knifflig zu werden. Die Russen gelten als defensivstarke und konterstarke Mannschaft. Eine Mixtur, mit der Bayer zuletzt gegen Hoffenheim (0:0) und in Dortmund (0:4) keine guten Erfahrungen machte. "Das wird nicht einfach", prognostiziert Bosz, der zuletzt (zu) viel brotlose Kunst von seiner Mannschaft betrachten musste. "Wir hatten viel Ballbesitz, aber daraus haben wir zu wenig gemacht", stellt der Trainer kritisch fest.

Defensiv eigestellte Gegner sind derzeit das tägliche Brot von Bayer. "Das war in der Rückrunde auch oft so. Jetzt haben die Mannschaften bis auf Paderborn am 1. Spieltag alle defensiv gespielt. Darauf müssen wir uns einstellen. Wir müssen darauf eine Antwort haben, wie wir durch diese Mauer von Verteidigern durchkommen. Das wird auch morgen so sein", weiß Bosz.

Die grundsätzlichen Fähigkeiten dafür sieht er bei seiner Mannschaft. Die nötigen Mittel sind erkannt. Einzig an der Umsetzung hapert es. Man müsse "den Ball schnell laufen lassen, die Seite wechseln, hinter die Kette laufen, zwischen die Linien spielen und so weiter und so weiter", erklärte Bosz, "die Spieler wissen das, aber am Ende wird es darauf ankommen, mit welcher Qualität wir das machen." Zuletzt war diese, besonders im letzten Drittel des Spielfeldes, nicht hoch genug. Auch wenn Bosz betont: "Auch gegen Dortmund war nicht alles schlecht." Aber gerade offensiv Vieles nicht gut genug.

Stephan von Nocks

kicker.tv Hintergrund

Bosz erhöht den Druck auf seine Mannschaft

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