Fortuna: Im Derby in Gladbach ist der Innenverteidiger wohl wieder nur Zuschauer

Bormuth: Solides Comeback mit kleinem Makel

Robin Bormuth

Eng am Mann: Düsseldorfs Robin Bormuth. imago images

So richtig ging es nicht voran für Bormuth in der vorigen Saison. In der Rückrunde kam er nur in einem einzigen Spiel zum Einsatz und erwog folglich in der Sommerpause einen Vereinswechsel. Hannover 96 war interessiert, doch Fortuna ließ den Abwehrspieler nicht ziehen.

Genau genommen ist der 23-Jährige in der Hierarchie der Innenverteidiger auch nur die Nummer vier. Kaan Ayhan ist als Abwehrchef ohnehin unumstritten, sein Partner in den ersten Saisonspielen hieß Andre Hoffmann. Neue Konkurrenz kommt zudem hinzu durch den von Hoffenheim ausgeliehenen Kasim Adams, der demnächst, Fitness vorausgesetzt, in der Startelf auftauchen dürfte.

Als Ersatz aber für den grippekranken Hoffmann wählte Funkel gegen Wolfsburg den athletischen Bormuth, und der erledigte seine diffizile Aufgabe auch recht ordentlich. "Er hat solide verteidigt, er hatte es schließlich auch mit einem Tank vor dem Herrn zu tun", befand Lutz Pfannenstiel. Gemeint war Wout Weghorst, "das ist momentan sicherlich einer der Spieler, die am schwersten zu verteidigen sind."

Der Trainer weiß ja, dass man sich auf mich verlassen kann.

Robin Bormuth

Einer der wenigen Fehler von Bormuth passierte vor dem Wolfsburger Ausgleichstor, als er im Strafraum Josip Brekalo attackierte, von diesem aber getunnelt wurde, und die Vorarbeit nutzte Weghorst zum 1:1. "Es passiert leider ab und zu, dass man so ausgespielt wird", befand Bormuth.

Sein Gesamturteil: "Das 1:1 geht in Ordnung. In der ersten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch. Nachher ist uns nach vorne nicht viel gelungen, aber wir haben auch nichts zugelassen."

Für ihn sei es ein schönes Gefühl gewesen, mal wieder in der Startelf zu stehen. "Wenn ich meine Chance bekomme, versuche ich, das anständig zu lösen. Der Trainer weiß ja, dass man sich auf mich verlassen kann." Auch wenn Bormuth ein Comeback mit einem kleinen Makel erlebte.

Vermutlich muss er nun ein bisschen auf seine nächste Chance warten. Andre Hoffmann dürfte nach überstandener Grippe wieder eingreifen, und natürlich steht auch Hoffenheim-Leihgabe Kasim Adams in den Startlöchern. Hat er seinen Trainingsrückstand aufgeholt und ist fit, dann dürfte Adams in Mönchengladbach erstmals in der Düsseldorfer Startelf stehen.

Oliver Bitter