Was Tottenham noch von den ganz Großen unterscheide

Spurs-Keeper Lloris: "Wir können von Bayern noch viel lernen"

Hugo Lloris

Ist heiß auf den ersten Titel der Spurs seit 2008: Hugo Lloris. imago images

"Was sie geschafft haben ist schlicht und einfach großartig", sagt Lloris im großen Interview im neuen kicker-Sonderheft zur Champions League. Er meint damit Jürgen Klopp und seine Spieler, die gleich zwei Endspiele in Folge erreichten, und Anfang Juni zumindest das zweite gegen die Spurs mit 2:0 gewannen. Warum also sollte nicht auch Tottenham wieder ins Finale kommen, fragt sich Lloris. "Jetzt geht es darum, dass wir die Aufbauarbeit der letzten Jahre bestätigen und endlich eine Trophäe holen."

Nach dem Auftakt an diesem Mittwoch in Piräus, empfängt Tottenham am zweiten Spieltag den FC Bayern im Londoner Norden. Ein offenes Duell, denn die Lücke zu den Großen in Europa und England sei zuletzt immer kleiner geworden, erklärt Frankreichs Weltmeisterkapitän von 2018. "Das neue Stadion, Coach Mauricio Pochettino, Topspieler wie Harry Kane" hätten den Verein immens vorangebracht. Und dennoch bliebe stets ein Makel. "Wir können von Real Madrid, Juventus, Barcelona oder Bayern München noch viel lernen. Von ihrer Geschichte, ihrer Siegermentalität", sagt Lloris. "Wer dort unterschreibt, hat sofort Druck Titel zu gewinnen. Das ist bei Tottenham anders, was aber nicht heißt, dass wir keine Ambitionen haben."

Denn Respekt in Europa hole man sich eben vor allem über Titel. In diesem Jahrtausend gewann Tottenham allerdings erst einen einzigen: 2008 den englischen Ligapokal.

Martin Gruener

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