S04-Sportvorstand kritisiert Düsseldorfs Vorstandsvorsitzenden

"Er sagt die Unwahrheit": Schneider geht Röttgermann an

Jochen Schneider

Ihm stieß das Verhalten von Düsseldorfs Vorstandsvorsitzendem sauer auf: S04-Sportvorstand Jochen Schneider. imago images

Was war passiert? In einem Bericht von "Spiegel online" waren Röttgermann schwere Vorwürfe gemacht worden. Von "Klüngelei" war die Rede, beim Raman-Transfer soll "ein falscher Eindruck" erweckt worden sein. Der Bundesligist wehrte sich noch am Freitagabend in einer Stellungnahme.

Den Verantwortlichen von Schalke 04 stieß die Meldung sauer auf: "Ich war extrem irritiert, als ich gestern Abend die Pressemitteilung von Fortuna Düsseldorf gelesen habe", sagte Schneider nach dem 5:1 gegen Paderborn auf Nachfrage des kicker: "Ich habe großen Respekt vor der Fortuna, ich habe ein langjähriges, enges Verhältnis zu Lutz Pfannenstiel, ich mag Friedhelm Funkel als Mensch und als Trainer. Aber was da jetzt passiert ist, was sich Röttgermann hier erlaubt hat, ist ohne Worte."

Er suggeriert Zahlen, die nicht da sind.

Jochen Schneider

Ganz spezieller Kritikpunkt? "Wie man sich so über eine Vertraulichkeitsklausel, die im Vertrag verankert ist, hinwegsetzen kann, irritiert mich und irritiert hier den ganzen FC Schalke 04 total. Und darüber hinaus sagt er die Unwahrheit. Er suggeriert Zahlen, die nicht da sind", polterte Schneider.

"Er hat bis heute noch nicht reagiert"

Schneider aber halte sich an die Vertraulichkeitsklausel. Sein Kommentar zur Causa Raman: "Wenn irgendwelche ganz tollen Fälle eintreten, Benito Raman ewig auf Schalke spielt, aber er für eine Wahnsinnssumme geht, vielleicht kann das dann mal irgendwann kommen." Aber: "Röttgermann sagt hier schlichtweg die Unwahrheit und das ist nicht in Ordnung. Ich habe ihm das gestern Abend geschrieben, er hat bis heute noch nicht reagiert." Das Verhalten gehöre sich nicht und sei "unkollegial". Von einem grundsätzlichen Bruch mit der Fortuna könne aber nicht die Rede sein. Es gehe dabei einzig und allein um Röttgermann.

Dieser meldete sich am Sonntagabend abermals zu Wort und erklärte in der "Rheinischen Post" (Montagausgabe): "Es wird durch Instrumentalisierung ein Bild gezeichnet, das so nicht stimmt. Da ist jemand an Informationen gekommen und hat offensichtlich gedacht: Das reicht, um die oder die handelnde Person nachhaltig zu beschädigen."

Telefonat beendet Irritationen

Auch am Montag gab es neue Entwicklungen - unter anderem die, dass sich Schneider und Röttgermann inzwischen vertragen haben. Die Suche nach dem Maulwurf geht am Rhein indes weiter...

msc/Toni Lieto

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