Bundesliga

Trotz Rang drei: Freiburgs Ansprüche steigen nicht

Haberer lobt den Mannschaftsgeist

Trotz Rang drei: Freiburgs Ansprüche steigen nicht

Jubel beim SC Freiburg

Der SC Freiburg steht nach dem 3:0 gegen Hoffenheim punktgleich mit Dortmund auf Rang drei. imago images

Der Blick auf den Aufstellungsbogen sorgte rund eine Stunde vor dem Anpfiff des Freiburger Gastspiels in Sinsheim für eine Überraschung: Luca Waldschmidt, kürzlich erst von Joachim Löw in den Nationalmannschaftskader berufen, stand nicht in der Startelf der Gäste. Tatsächlich sollte es 75 Minuten dauern, bis der Stürmer doch noch ins Spiel kam - die Partie war da bereits zugunsten der Gäste gelaufen. Die Anzeigetafel zeigte eine ebenso verdiente wie deutliche Führung der Freiburger.

Waldschmidts Bankplatz machte klar, in welch komfortabler Situation sich der Sport-Club aktuell befindet: Das Personal öffnet dem Trainerteam um Christian Streich einige Optionen. "Ich finde, dass wir einen guten Kader haben", sagte Saier nach dem Spiel bei "Sky". "Jetzt geht es darum, das zu veredeln."

Der Plan des Trainerteams geht auf

Wie diese Veredelung aussehen könnte, zeigte die Mannschaft in nicht mal 60 Minuten in Sinsheim. Mit Mut und Leidenschaft und einem klaren Plan in der Offensivbewegung hatten sich die Gäste schon zur Pause ein Zwei-Tore-Polster verdient. "Der Trainerstab hat lange gebastelt", so Saier über die Matchvorbereitung. Am Ende fiel die Wahl auf eine "Dreierkette mit ganz breit stehenden Außenverteidigern, weil wir da Räume gesehen haben". Tatsächlich ging der Plan auf - mustergültig vor allem beim 1:0 durch Christian Günter.

"Wir halten zusammen und das beflügelt uns"

Noch vor der Pause legte Haberer von der Strafraumkante nach. Der Torschütze, nach längerer Verletzung zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf, nannte neben der taktischen Herangehensweise einen weiteren Schlüssel zum Erfolg: "Wir halten zusammen und das beflügelt uns." So bejubelte der 25-Jährige seinen Treffer ausgiebig an der Seitenlinie mit Brandon Borrello, den er aus der ersten Elf verdrängt hatte: " Brandon hat die ersten Spiele immer gespielt und es sehr gut gemacht. Heute habe ich den Vorzug bekommen - das war dann ein kleiner Dank an ihn."

Brandon Borrello, Janik Haberer

"Mein Dank an ihn": Janik Haberer (re.) jubelt mit Brandon Borrello. imago images

Spätestens als Nils Petersen in der 59. Minute das dritte Tor der Freiburger erzielt hatte, war der dritte Saisonsieg unter Dach und Fach - und damit auch der Sprung auf Platz drei. Von gestiegenen Ansprüchen wollte Saier angesichts des Tabellenbilds aber nicht sprechen. "Es ist alles gut, das haben wir uns hart erarbeitet. Aber wir wissen auch, wie eng es zugeht", betonte der 41-Jährige. Auch Haberer gab sich keinen Träumereien hin und formuliert das Ziel eher etwas defensiver: "Von mir aus können wir uns so lange wie möglich im Mittelfeld halten. Das wäre schön und gut für die Entwicklung der Mannschaft."

pau