4. Spieltag: BVB fertigt Bayer ab - Gladbach gewinnt Rheinderby

Leipzig trotzt Bayern - Schalke und Freiburg in Torlaune

Der Schalker Amine Harit schnürte beim 5:1 in paderborn einen Doppelpack.

Der Schalker Amine Harit schnürte beim 5:1 in Paderborn einen Doppelpack. imago images

Nach 0:1: Schalker Kantersieg in Paderborn

Schalke 04 hat am Sonntagabend den zweiten Sieg in Serie gefeiert. Die Mannschaft von Trainer David Wagner gewann trotz frühem Rückstand beim Aufsteiger Paderborn mit 5:1. Der Auswärtssieg der Königsblauen war angesichts des klaren Chancenplus auch in dieser Höhe vollauf verdient. Die Ostwestfalen verteidigten viel zu leichtfertig und warten weiter auf den ersten Bundesligasieg. Schon mit der ersten Chance gingen die Paderborner durch den Kopfball von Oliveira Souza in Führung. Schalke hätte postwendend antworten können, doch die Knappen ließen in der ersten Hälfte zahllose Hochkaräter liegen. So war es Abwehrmann Sané, der SCP-Keeper Huth übersprang und den Ausgleich besorgte. Direkt nach Wiederbeginn brachte Serdar mit einem von Hünemeier abgefälschten Flachschuss die Schalker in Front, die jetzt nichts mehr anbrennen ließen. Die Vorentscheidung zum 3:1 besorgte Harit, Joker Kutucu erhöhte auf 4:1, ehe Harit mit seinem zweiten Treffer den 5:1-Endstand erzielte.

Zwei Flachschüsse bringen Freiburg in die Spur - Hoffenheim schwach

Der SC Freiburg schwimmt weiterhin auf der Erfolgswelle und feiert den dritten Sieg im vierten Bundesliga-Spiel. Die Breisgauer jubelten am Sonntagnachmittag über ein hochverdientes 3:0 bei der TSG Hoffenheim. Günter und Haberer mit Flachschüssen sowie Petersen erzielten die Treffer für die Streich-Elf, die damit in der Tabelle an den Bayern vorbeizieht und auf Platz drei rangiert. Die Hoffenheimer versprühten nur kurz nach dem Seitenwechsel etwas Torgefahr und fügten sich ohne große Gegenwehr in die Niederlage.

Leipzig wehrt Bayerns Angriff auf die Spitze ab

Das ultimative Topspiel stieg am Samstagabend, Spitzenreiter Leipzig empfing Rekordmeister FC Bayern - und RB bleibt nach dem rasanten 1:1 gegen die Münchner Tabellenführer. Der FCB verpasste es trotz eines im ersten Durchgang souveränen Vortrags in einer kurzweiligen Partie Platz eins zu erobern, weil Leipzig in den zweiten 45 Minuten stark dagegenhielt. Der FCB erwischte einen Blitzstart (Lewandowski, 3.) und ließ mit der frühen Führung im Rücken Ball und Gegner laufen. Die Kovac-Elf verpasste es aber nachzulegen, zudem wurde ein Elfmeter zurückgenommen. Statt 2:0 stand es zur Pause dann überraschend 1:1. Forsberg glich vom Punkt aus. Leipzig kam druckvoll aus der Kabine und hatte mehrere gute Chancen, doch auch die Bayern tauchten immer wieder gefährlich vor Gulacsi auf. So rettete Konaté nach einem Coman-Schuss auf der Linie (52.). RB hatte sich längst den Ausgleich verdient, Bayern ließ die Souveränität der ersten 45 Minuten vermissen. Die temporeiche und rasante Auseinandersetzung fand keinen Sieger, weil Sabitzers Knaller (60.) ebenso den Weg nicht ins Tor fand wie ein abgefälschter Coman-Schuss (77., Aluminium) und ein Süle-Kopfball (90.+2).

Doppelpacker Reus führt spielfreudigen BVB zum Sieg

Dortmund hat am Samstag auf das überraschende 1:3 bei Union Berlin mit einem 4:0 im Topspiel gegen Leverkusen die passende Antwort gegeben. Leverkusen hatte zunächst mehr Ballbesitz, konnte aber kein Kapital daraus schlagen. Der BVB arbeitete sich in die Partie und hätte nach einer Doppelchance von Reus und Brandt (24.) führen müssen. Das 1:0 gelang dann Alcacer, der eine Flanke ins Tor drückte (28.). Fast hätte die Favre-Elf nachgelegt, doch Hradecky lenkte einen Nachschuss von Hakimi an die Unterkante der Latte (33.). Leverkusen startete mit zwei großen Chancen in den zweiten Durchgang, doch die Schwarz-Gelben trafen. Und wie: Eine Sancho-Flanke ließ Alcacer gekonnt durch, Reus veredelte den Angriffszug (50.). Der BVB blieb heiß, legte noch zwei Tore durch Guerreiro (83.) und Doppelpacker Reus (90.) nach.

Gladbachs Plea entscheidet brisantes Derby in Köln

In Köln stand das ewig junge Rheinderby gegen Mönchengladbach auf dem Programm, mit dem 15. Heimsieg für die Geißböcke wurde es nichts. Dafür feierten die Fohlen zum 23. Mal in Köln einen Dreier. Mit einem Lattenknaller eröffnete Gladbachs Zakaria (11.) das brisante Duell so richtig, ehe Plea nach klasse Vorarbeit von Embolo für die Borussen-Führung sorgte (14.). Der VfL hatte mehr vom Spiel, legte aber nicht nach. Der Effzeh erhöhte im zweiten Durchgang die Schlagzahl, so richtig gefährlich wurde die Beierlorzer-Elf aber nicht. Plea hätte für die Vorentscheidung sorgen können, Ehizibue rettete aber auf der Linie (75.). Nach einer vergebenen Terodde-Doppelchance durfte Gladbach über drei Zähler jubeln.

Mainz überreicht an Hertha die Rote Laterne

Die Mainzer gerieten zuletzt in München mit 1:6 unter die Räder, ergatterten beim 2:1 über Hertha aber die ersten Punkte und gaben die Rote Laterne an die Berliner ab. Die Gäste hatten bei Selkes Pfostenschuss Pech (16.), in der Folge war Kampf Trumpf. Quaisons 1:0 kurz vor der Pause rannte die Covic-Elf bis zur 83. Minute hinterher, ehe Grujic per Kopf die Hertha vermeintlich erlöste. Das letzte Wort hatte aber der FSV, St. Juste köpfte zum vielumjubelten 2:1 für die Rheinhessen ein.

Augsburg beendet Negativserie

Augsburg feierte nach sieben sieglosen Spielen beim 2:1 gegen Frankfurt den ersehnten Dreier und kann erst einmal aufatmen. Augsburgs Niederlechner hatte beim Wiedersehen mit Hinteregger bereits in der 1.Minute frei vor dem Tor die Führungschance, auf der Gegenseite traf Paciencia den Außenpfosten. Es ging munter weiter, ehe Richter das 1:0 für die Heimelf markierte (36.). Niederlechners traumhafter Schlenzer in den rechten Winkel (43.) bedeutet das 2:0. Die Eintracht drängte nach der Pause auf den Anschluss, der Pacienca gelang (73.). Zu mehr reichte es für die Adler nicht.

VAR, zweimal Gelb-Rot, dreimal Elfer: Werder siegt bei Union

Liga-Neuling Union konnte nach dem sensationellen 3:1 gegen Dortmund, dem ersten Dreier in der Bundesliga, gegen Bremen, dem Klub mit den meisten Bundesliga-Spielen (1870), nicht nachlegen. Die Eisernen unterlagen Werder in einer Partie, in der der Videobeweis zunächst eine Hauptrolle spielte, mit 1:2. Zunächst gingen die Gäste an der Alten Försterei per Elfmeter in Führung, Klaassen behielt nach Prüfung durch den VAR die Nerven (5.). Knifflig wurde es auch in der 14. Minute, da gab es nach Videobeweis einen Handelfmeter für Union, den Andersson zum Ausgleich nutzte. In der 24. Minute stellte sich wieder die Frage Hand oder nicht, Werder bekam den Strafstoß nicht zugesprochen. In der 54. Minute dann schon, aber Klaassen nutzte die Chance vom Punkt nicht. Nach der anschließenden Ecke köpfte Füllkrug die Kohfeldt-Elf dennoch in Führung (55.) - und letztlich zum Sieg. Subotic und Sahin flogen beide mit Gelb-Rot vom Platz.

Düsseldorf: Teilerfolg, aber wieder kein Sieg gegen den VfL

Am Freitagabend trotzte Düsseldorf dem noch ungeschlagenen VfL Wolfsburg ein 1:1 ab und verbaute damit den Niedersachsen den vorübergehenden Sprung an die Tabellenspitze. Und die Fortuna beendete auch eine schwarze Serie - im dritten Anlauf gab es den ersten Heimpunkt gegen den VfL. Mit einem Knaller gelang Gießelmann das 1:0 (16.), allerdings löste der Treffer heftige Diskussionen aus. War der Ball zuvor im Aus? Die zur Verfügung stehenden Fernsehbilder suggerierten dies, doch das Tor zählte trotz Videobeweis. Wolfsburg antwortete durch Weghorst, der im vierten Spiel sein drittes Tor erzielte. Nach einem intensiven ersten Durchgang verflachte die Partie in den zweiten 45 Minuten. Die Fortuna wartet in der Bundesliga auch nach dem fünften Vergleich weiter auf einen Sieg gegen die Wölfe.

nik/bst