Kölns und Gladbachs Torhüter sprechen Klartext

Horn und Sommer: Appell für ein echtes Derby ohne Krawalle

Timo Horn und Yann Sommer

Hoffen auf ein ruhiges Rheinderby: Timo Horn und Yann Sommer. imago images

Während die Polizei in Köln sich mit insgesamt rund 1500 Einsatzkräften auf einen unruhigen Derby-Tag einrichtet und gewaltsame Übergriffe verfeindeter Kölner und Mönchengladbacher befürchtet, versuchen die Hauptpersonen dieses Thema im Vorfeld zu bekämpfen.

Sowohl Vertreter der Borussia aus Mönchengladbach als auch die des 1. FC Köln appellierten an die üblichen Verdächtigen, sich auf das zu konzentrieren, was sich zwischen 15.30 Uhr und 17.20 Uhr auf dem Rasen abspielt. Die beiden Torhüter Timo Horn und Yann Sommer taten dies sogar in einem gemeinsamen Interview.

Dabei äußerte Horn in aller Deutlichkeit: "Für mich ist wichtig, dass jeder ohne Angst und ohne ein mulmiges Gefühl ins Stadion gehen kann, mit der Familie und den Kindern. Insofern ist es schade, dass es immer wieder zu Auseinandersetzungen kommt, auch vorher, rund um das Stadion oder im Umfeld. Ich bin sehr froh, wenn die Fans all ihre Energie reinlegen, um uns zu unterstützen, aber das sollte im Stadion bleiben und nicht ausarten. Wir Spieler tragen die Rivalität auf dem Platz aus."

Für mich ist wichtig, dass jeder ohne Angst und ohne ein mulmiges Gefühl ins Stadion gehen kann.

Timo Horn

Sein Gladbacher Kollege Sommer ergänzte: "Das Derby lebt von den Emotionen, auf dem Platz genauso wie auf der Tribüne. Wir mussten in der Vergangenheit leider schon erleben, wie es sich anfühlt, wenn nicht beide Fanlager ein Teil davon sind. Es wäre einfach nicht mehr das Derby, wenn so etwas zum Dauerzustand werden würde. Daran kann keinem Fan gelegen sein."

Es wäre einfach nicht mehr das Derby, wenn so etwas zum Dauerzustand werden würde. Daran kann keinem Fan gelegen sein.

Yann Sommer

Ein deutlicher Appell an die gewaltbereite Szene, man wird sehen, ob er fruchtet. Zuletzt kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen der verschiedenen Gruppen mit Platzstürmen, Fahnenklau, Pyro-Orgien, all' den Dingen also, die vor allen Dingen eines bewirken - dass der eigene Verein in Misskredit gerät.

flu

Das sind die bisher schnellsten Spieler der Saison