Hoffenheims Serie gegen Freiburg soll bestehen bleiben

Schreuder: Neue Matchwinner gesucht

Alfred Schreuder

Ausschau nach Angreifern: Alfred Schreuder. imago images

Adam Szalai, der am zweiten Spieltag der Saison 2018/19 mit zwei Toren das Spiel zugunsten eines 3:1-Siegs über die Breisgauer drehte, steht mittlerweile bei Mainz 05 unter Vertrag. Andrej Kramaric zwingen langwierige Knieprobleme weiterhin zu einer Zwangspause. Der Kroate hatte dem Tor zum 3:1-Endstand im ersten Spiel in der Rückrunde in Freiburg zwei Treffer folgen lassen. Beim 4:2-Auswärtssieg waren zudem Joelinton (zu Newcastle United gewechselt) und Kerem Demirbay (Bayer 04 Leverkusen) als Torschützen erfolgreich.

Trainer Alfred Schreuder muss also auf neue Spieler setzen, die im badischen Duell für einen erfolgreichen Ausgang aus TSG-Sicht sorgen sollen. Ob Derbycharakter oder nicht, der 46-jährige Holländer will nach dem 3:2-Sieg gegen Bremen und dem 0:0 in Leverkusen weitere Punkte erspielen. Den SCF erwartet Schreuder bestens gewappnet: "Sie werden sich sehr gut einstellen, es wird ein intensives Spiel sein, da bin ich mir sicher."

Der Sport-Club hatte zuletzt bei der 1:2-Heimniederlage in Köln in letzter Minute einen Punktgewinn verspielt, ähnliche Aussetzer will die TSG am Sonntag konsequent ausnutzen. "Wenn wir im Kopf die Ruhe bewahren, haben wir eine große Chance, das Spiel zu gewinnen", ist sich Schreuder sicher. Wie die Hoffenheimer antreten werden, dürfte dagegen erst mit dem Anstoß in der heimischen PreZero-Arena feststehen.

Sicherheit statt Risiko

In für Sinsheimer Verhältnisse unbekannter Manier hatte die TSG in Leverkusen vor zwei Wochen auf konsequentes Verteidigen statt offensiven Hurra-Fußball gesetzt. Eine Entwicklung, die sich unter Schreuder bemerkbar macht. Statt ins Risiko zu gehen, wählt die Mannschaft den sicheren Weg. Zwei Spiele ohne eigenes Tor (so viele wie in der gesamten Vorsaison) kann das mitunter zur Folge haben, mit nur 25 Torschüssen hat die TSG obendrein mit Hertha BSC zusammen die wenigsten aller Bundesligisten nachzuweisen. "Ich habe das Gefühl, dass wir gegen Freiburg mehr Ballbesitz haben werden als gegen Leverkusen", deutet der Niederländer aber einen offensiveren Ansatz an.

Ein Spieler, der im Angriff Abhilfe schaffen kann, ist Ishak Belfodil. Den in der Vorsaison mit 16 Treffern hinter Kramaric (17 Tore) besten Angreifer der TSG sieht Schreuder immer mehr in Richtung Topform steuern. "Das wird jede Woche besser", meint Schreuder über den Algerier, der weite Teile der Vorbereitung verpasst hatte. Co-Kapitän Benjamin Hübner steht dagegen in den Startlöchern für den ersten Bundesligaeinsatz in dieser Saison. Nach dem Auskurieren einer Prellung an der Halswirbelsäule versichert Schreuder in dieser Personalie: "Benni ist wieder topfit."

Simon Hoffmann

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