Mönchengladbach: Kandidaten stehen Schlange, nur Zakaria gesetzt

Roses Sechser-Puzzle

Starke Vorstellungen: Mönchengladbachs Denis Zakaria.

Starke Vorstellungen: Mönchengladbachs Denis Zakaria. picture alliance

Für Borussias Fans war der Fall klar: Sie wählten Denis Zakaria mit großer Mehrheit zu ihrem Spieler des Monats August. Eine absolut nachvollziehbare Entscheidung. Der Schweizer ist hervorragend in die Saison gestartet, das belegt auch der kicker-Notenschnitt von 2,67 aus den ersten drei Bundesligaspielen. "Denis ist in einer ausgezeichneten Form", bestätigt Rose, "seine Spiele auf der Sechs waren richtig, richtig gut. Er hat sehr viel gearbeitet und uns mit seiner Spielweise dort gut getan."

Zakaria, so könnte man daher meinen, wird also auch in Köln in dieser Rolle wiederzusehen sein. Doch so einfach liegt die Sache für den Coach nicht. Rose hat schließlich noch zwei andere Optionen: Christoph Kramer und Tobias Strobl. "Wir haben noch weitere Jungs, die andere Stärken auf den Platz bringen, und die für uns ebenso wichtig sind", sagt der Trainer.

Kramer ist jetzt bereit für 90 Minuten

Kramer wurde zum Saisonstart von einer Bänderverletzung im Sprunggelenk ausgebremst. Mit Kurzeinsätzen in Mainz (3:1) und gegen Leipzig (1:3) schnupperte der Mittelfeldspieler bereits wieder Bundesligaluft. Über die Länderspielpause hinweg holte Kramer die noch fehlenden Prozent auf. Er ist jetzt bereit für 90 Minuten, "Chris", so Rose, "ist wieder voll da".

Strobl gibt grünes Licht

Strobl indes stand im DFB-Pokalspiel in Sandhausen (1:0) in der Startelf und bereitete den Siegtreffer von Marcus Thuram vor. Dann verhinderten Knieprobleme, dass der Defensivspezialist auch in der Liga zum Zug kam. Fürs Derby gibt er nun grünes Licht - und vergrößert Roses Auswahl im Zentrum weiter.

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Eine knifflige Aufgabe also für den Trainer, die durch die Systemfrage sogar noch ein wenig komplizierter wird. Kehrt der Trainer in Köln zur Mittelfeldraute zurück, sind Zakaria und Kramer zwei Kandidaten, die auch als Achter eingesetzt werden können. Lässt er die Borussen wie gegen Leipzig mit einer Doppelsechs (und davor Breel Embolo) auflaufen, gibt es sogar noch einige weitere Variationsmöglichkeiten. Gegen Leipzig spielte Florian Neuhaus in der Doppelsechs an Zakarias Seite, denkbar wäre theoretisch auch der bisher überzeugende Laszlo Benes als Partner des Schweizers. Fest steht eigentlich nur: Am formstarken Zakaria führt in der Startformation kein Weg vorbei, egal in welcher Konstellation.

Jan Lustig

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