Nationalkeeper über seine Ersatzrolle unter Löw

Ter Stegen enttäuscht: "Die Länderspielreise war ein harter Schlag"

Marc-André ter Stegen

Will unbedingt auch in der Nationalelf die Nummer 1 werden: Marc-André ter Stegen. imago images

Marc-André ter Stegen (27) ist unzufrieden mit seiner Reservistenrolle bei Joachim Löw. Bei den EM-Qualifikationsspielen gegen die Niederlande (2:4) und in Nordirland (2:0) stand erneut DFB-Kapitän Manuel Neuer (33) zwischen den Pfosten, ter Stegen blieb wie in allen Pflichtspielen seit Oktober 2017 nur ein Platz auf der Bank.

"Es ist nicht leicht, eine Erklärung dafür zu finden", sagte der Stammkeeper des FC Barcelona jetzt bei einer Werbeveranstaltung in der katalanischen Metropole. "Ich gebe in jedem Spiel mein Bestes, um die Entscheidung schwerer zu machen" - vergeblich. "Diese Länderspielreise war ein harter Schlag für mich."

Löw: "Ich wollte nicht auch noch den Torhüter wechseln"

Löw, der ter Stegen noch vor einem halben Jahr ein offenes Duell mit Neuer in Aussicht gestellt hatte, setzte den Ex-Gladbacher in den jüngsten zehn Länderspielen (von denen ter Stegen allerdings vier verletzungsbedingt verpasste) nur im Test gegen Serbien (1:1) ein - als Einwechselspieler nach der Pause.

"Ich wollte nicht noch den Torhüter wechseln", hatte der Bundestrainer nach dem jüngsten Spiel in Nordirland lapidar gesagt. Neuer festigte mit zwei starken Spielen (jeweils kicker-Note 2) seinen Nummer-1-Status, auch für Löw war er der "große Rückhalt".

Löw hat ter Stegen Einsätze versprochen - "das wird auch so sein"

Trotzdem habe auch ter Stegen "dieses Niveau", betonte er: "Er ist auch ein Weltklassetorhüter. Marc wird seine Möglichkeiten bei uns bekommen." Sein Wort stehe: "Marc haben wir zugesagt, dass er auch seine Spiele kriegt. Das wird auch so sein." Die nächste Gelegenheit bietet sich am 9. Oktober in Dortmund - im Freundschaftsspiel gegen Argentinien.

jpe

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