Kaiserslautern vor Auswärtsspiel in Meppen

Hildmann fordert "extreme Zweikampfhärte" und "hohe Aggressivität"

Sascha Hildmann

Erwartet "extreme Zweikampfhärte" von seinen Spielern: Sascha Hildmann. imago images

In den vergangenen Tagen keimte zunehmend der Vorwurf auf, die Lauterer Spieler hätten ein konditionelles Problem. Sowohl in den Spielen gegen Braunschweig (0:3) als auch in Münster (2:3) kassierte der FCK späte Gegentreffer. In den Duellen mit Zwickau (5:3) und Großaspach (3:1) war ein ähnliches Schema erkennbar, auch in jenen Partien ließ Hildmanns Team mit zunehmender Spielzeit nach. Die Gründe für die Leistungseinbrüche liegen laut Hildmann nicht im physischen Bereich, denn dort - so belegen es beispielsweise die Laktatwerte - "sind wir überdurchschnittlich gut". Stattdessen gebe es eine Vielzahl an Faktoren, welche die Schlussphase jeweils beeinflussen können: "Die Gegner riskieren mehr, wir haben öfters offensiv ausgewechselt - all diese Dinge spielen da eine Rolle."

Demnach lag der Fokus in der Länderspielpause auch nicht auf der Athletik, sondern im psychologischen und taktischen Bereich: "Wir haben den Schwerpunkt aufs Verhalten in der Viererkette und aufs Verteidigen gelegt. Natürlich wollen wir auch trotzdem unseren Spielaufbau weiterhin verbessern. Wir haben eine sehr gute Spielanlage und ein gutes Positionsspiel, dennoch gilt es noch den ein oder anderen Laufweg zu verbessern." Dieses "spielerische Elemente" möchte Kaiserslautern auch am Samstag auf den Platz bringen - dann bestenfalls "gepaart mit einer gewissen Torabschlussqualität".

Hildmann lobt Meppens "sehr fleißige" Defensivarbeit

Um gegen die "extrem leidenschaftliche Mannschaft" aus Meppen erfolgreich zu sein, muss der FCK an die "guten" Leistung aus den vergangenen beiden Spielen (5:3 in Zwickau, 1:1 gegen Mannheim) anknüpfen. Gegen die Emsländer, die "sehr fleißig gegen den Ball arbeiten und ein gutes Umschaltspiel haben", erwartet Hildmann eine "schwierige Aufgabe". Von seiner Mannschaft erwartet er demzufolge "extreme Zweikampfhärte" und eine "hohe Aggressivität".

Wen der Fußballlehrer am Samstag auf den Platz schickt, ist "final noch nicht entschieden". Andri Runar Bjarnason fällt aufgrund einer Knöchelverletzung aus. Neuzugang Lucas Röser, der bereits im Derby Einsatzzeit nach seiner Einwechslung erhielt, sei fit für 90 Minuten und demnach ein Kandidat für die erste Elf. Auch Simon Skarlatidis könnte von Beginn an spielen, an einem Startelfeinsatz sei er "sehr nah dran". Hinter den beiden Innenverteidigern Jannik Bachmann (Prellung am Fuß) und José Matuwila (zuletzt an Magen-Darm-Virus erkrankt) steht indes ein "großes Fragezeichen". Sollten letztendlich beide ausfallen, hält Hildmann eine taktische Umstellung für möglich.

"Es ist ein richtig schönes kleines Stadion"

Für den 47-Jährigen ist die Partie ins Emsland etwas Besonderes - nicht nur, weil er dort im Dezember 2018 seinen ersten Sieg als FCK-Trainer feierte, sondern auch generell aufgrund der "tollen" und "hitzigen" Atmosphäre in der Meppener Hänsch-Arena: "Es ist ein richtig schönes kleines Stadion mit viel Action, wo die Zuschauer direkt hinter dir im Genick sitzen und dir ein paar Worte an den Kopf werfen."

kon