Frankfurts Trainer hat viele Optionen

Hütter "nicht erfreut": Gespräch mit "reuigem" Hinteregger

Martin Hinteregger

Leistete sich bei der österreichischen Nationalmannschaft einen disziplinarischen Verstoß: Martin Hinteregger. imago images

Am Sonntagvormittag hatte Peter Schöttel, der Sportdirektor des österreichischen Verbands, den Frankfurter Coach angerufen und ihn vom überzogenen Zapfenstreich des Innenverteidigers berichtet, mittags telefonierte Hütter zudem mit dem deutschen ÖFB-Nationaltrainer Franco Foda. "Ich war nicht erfreut", berichtete Hütter der seinem Defensivspieler den freien Tag strich und am Mittwoch persönlich mit ihm sprach: "Er hat sich reuig gezeigt." Das Thema sei "intern gelöst" wurden, "deswegen gibt es von mir nicht mehr zu sagen".

Die muskulären Probleme an der Wade, die der ÖFB zunächst als Entschuldigung für den Nicht-Einsatz Hintereggers vorgeschoben hatte, gab es tatsächlich, sind aber ausgeheilt: "Er ist für das Wochenende wieder ein Thema bei uns." Anders als Jonathan de Guzman (muskuläre Probleme) und Mijat Gacinovic, dessen andauernde Adduktorenprobleme bei der serbischen Nationalmannschaft erneut aufgebrochen sind. "Wir müssen ihn jetzt mal eine Woche rausnehmen, um ihn zu schonen", sagt Hütter.

Neuzugang André Silva schnell integriert

Dafür hat der Coach auf anderen Positionen inzwischen reichlich Optionen. Neuzugang André Silva präsentiert sich gut, "gegen Chemie Leipzig hat man gesehen, dass er eine Verstärkung ist". Der Portugiese habe sich schnell integriert und viel Qualität: "Ich hoffe, dass er in die Fußstapfen seiner Vorgänger treten kann." Bas Dost, der mit körperlichen Defiziten in Frankfurt ankam, ist ebenfalls eine Option für die Startelf und Konkurrent Goncalo Paciencia bekam sogar ein Extralob: "Er hat einen guten Sprung gemacht." Auch Djibril Sow darf auf ein Startelf-Mandat hoffen: "Gegen Chemie hat man gesehen, dass er 90 Minuten marschieren kann. Er hat diese Woche wie die ganze Mannschaft sehr gut trainiert."

Patrick Kleinmann