"Kleiner Rückschritt" bei Prömel - Neuer Vertrag für Trainer?

Fischer erwidert die Avancen: "Beide Ohren offen"

Union-Trainer Urs Fischer

Winkt ein neues Arbeitspapier in Berlin: Union-Trainer Urs Fischer. picture alliance

Ruhnert hatte im kicker-Interview (Donnerstagsausgabe) bestätigt, dass Aufsteiger Union an einer Verlängerung des zum Saisonende auslaufenden Vertrages mit Fischer interessiert ist. "Es gibt keinen Grund, warum wir das nicht sein sollten", hatte der Manager erklärt und angekündigt: "Wir hatten in den vergangenen Monaten unglaublich viele Dinge zu organisieren. Ich gehe davon aus, dass wir uns in den nächsten, organisatorisch hoffentlich etwas ruhigeren Wochen bei dem Thema der auslaufenden Verträge bewegen werden."

Fischer, der im Sommer 2018 nach Köpenick gekommen und mit den Eisernen in seiner ersten Saison gleich in die Bundesliga aufgestiegen war, erwiderte die Avancen des Klubs am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de). "Es war bis heute eine sehr gute Zeit", sagte der 53-Jährige, "ich habe beide Ohren offen, um eine Weiterbeschäftigung voranzutreiben."

Neben dem Vertrag des Trainers laufen zum Saisonende auch die Arbeitspapiere zahlreicher Spieler aus, unter anderem die der Stürmer Sebastian Andersson und Sebastian Polter, das von Torwart Rafal Gikiewicz - oder auch von Grischa Prömel. Bei dem Mittelfeldspieler steht derzeit allerdings erst einmal ein anderes Thema im Vordergrund.

Keine Prognose bei Prömel

Wie Fischer erklärte, habe der seit einigen Wochen von Kniebeschwerden geplagte Prömel im Mannschaftstraining am Mittwoch einen Comeback-Versuch gestartet. Offensichtlich lief der nicht wie gewünscht, berichtete Fischer doch von einem "kleinen Rückschritt" bei Prömel, der vor der Länderspielpause bereits in der Partie gegen Borussia Dortmund (3:1) verletzungsbedingt gefehlt hatte.

Eine Prognose, wie lange Prömel ausfällt, wollte Fischer nicht abgeben. "Schwierig zu sagen. Ich werde mich hüten, irgendeine Zeit zu nennen, wie lange es geht oder wann er wieder zurück ist", sagte der Trainer, der "von Tag zu Tag schauen" will und erklärte: "Ich kann dann wieder eine Auskunft geben, wenn wieder eine Woche vorbei ist."

Hübner und Ingvartsen "auf dem Weg zurück"

Sicher sei, dass Prömel für die Partie gegen Bremen, in der Union die Leistung aus dem erfolgreichen Heimspiel gegen Dortmund bestätigen will, ausfällt. Das gilt laut Fischer auch für Abwehrspieler Florian Hübner (Knie) und Angreifer Marcus Ingvartsen (Faserriss). Anders als Prömel, der an einer Reizung der Patellasehne in einem Knie oder sogar in beiden Gelenken leiden soll, seien diese beiden Spieler aber "auf dem Weg zurück", sagte der Schweizer, der bei dem Duo von einem "guten Verlauf" der Blessuren sprach.

Jan Reinold

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