Duisburgs Trainer spricht über seine Philosophie

Lieberknecht: "Wir können schon verteidigen, aber…"

Nach vorne soll es gehen: Torsten Lieberknecht gibt die Richtung vor.

Nach vorne soll es gehen: Torsten Lieberknecht gibt die Richtung vor. imago images

6 Spiele, 17 Tore, 9 Gegentore: Die Fans der Duisburger bekommen in dieser Spielzeit einige Treffer zu sehen, 4,3 im Schnitt pro Spiel. Nur Braunschweig traf einmal häufiger ins Schwarze - bedingt dadurch, dass das Spiel des MSV gegen Meppen am vergangenen Spieltag aus Sicherheitsgründen abgesagt werden musste.

Lieberknecht über "das geilste Tor", das es gibt

Das torreichste Spiel endete in Mannheim aus Sicht der Meidericher - trotz zwischenzeitlicher Führung - ohne Punkt. Deswegen aber die eigene Spielphilosophie über den Haufen zu werfen, kommt für Lieberknecht nicht in Frage. Vielmehr will er trotz der vielen Gegentreffer am angriffsorientierten Spiel festhalten: "Wir können schon verteidigen. Aber die Art an Offensivgedanken, die wir uns mit der Zeit erarbeitet haben, ist schon extrem ausgeprägt."

Damit geht das Duisburger Auftreten mit Lieberknechts Spielauffassung d'accord. "Ich finde ein Kontertor ist mit das geilste Tor überhaupt, das du schießen kannst", sagte er auf der Pressekonferenz vor dem Spiel in Magdeburg. Der 46-Jährige favorisiert ein schnelles Umschaltspiel; lange Ballbesitzphasen, in denen sich der Gegner seelenruhig zurechtgelegt wird, sind beim MSV eine Seltenheit.

Lieberknechts Andeutung

Eine ähnliche Partie erwartet Lieberknecht auch gegen den 1. FCM: "Ich will nicht sagen, dass es ein offener Schlagabtausch wird, aber Geduld wird weniger eine Rolle spielen." Dazu die Forderung an sein Team, "mutig und dynamisch" zu bleiben. Klingt, als plane Lieberknecht sein Team tatkräftig und spielbestimmend einzustellen. Doch dem ist nicht zwingend so: "Magdeburg hat Probleme mit Gegnern, die nicht unbedingt immer aktiv sind."

Jansen erstmals vor Kaderberufung

Personell kann Duisburg auf 17 Feldspieler zurückgreifen, darunter auch der spät verpflichtete Maximilian Jansen. "Er ist definitiv so weit, als Alternative in den Kader zu kommen", erklärte Lieberknecht. Nicht mit dabei sein werden die Langzeitverletzten Cam Sabanci (Kreuzbandriss), Connor Krempicki (Mittelfußbruch) und Lukas Scepanic (Knöchelblessur). Sebastian Neumann (Hüfte) unterzieht sich in der kommenden Woche weiteren Untersuchungen, ehe es eine finale Diagnose gibt. Arnold Budimbu (grippaler Effekt) fällt ebenfalls aus.

mxb