Osnabrücks Trainer soll verlängern

Motivator Thioune: "Ich habe sie provoziert"

Daniel Thioune

Motivationskünstler: Osnabrücks Trainer Daniel Thioune. imago images

Auf dem Papier hat Osnabrück eine Mannschaft ohne Stars. Kein Problem für den Aufsteiger, denn der Star ist die Mannschaft. "Wir sind nicht über die individuelle Klasse einiger weniger stark geworden, sondern über das Kollektiv, den Teamgeist und die enorme Bereitschaft, vorgegebene Inhalte umzusetzen", verrät Thioune im kicker-Interview (Donnerstagausgabe). "Wunschlos glücklich bin ich mit meiner Mannschaft, weil sie mir täglich alles anbietet und mit höchster Intensität arbeitet. Und daran richtig Spaß hat."

Spaß macht der VfL auch den Fans an der Bremer Brücke, die angesichts von Rang vier regelrecht euphorisiert sind. "Träumen ist immer erlaubt", sagt Thioune. "Wir wollen und werden überhaupt nichts bremsen, sondern nehmen es als Aufforderung, genau so weiterzumachen. Wir sind selbstbewusst, aber auch demütig. Wir haben Respekt, aber keine Angst. Wir wollen weiter maximal sein, in jedem Training und jedem Spiel an unsere Grenzen gehen. Das ist unser aller Anspruch."

Wir wollen maximal sein. Das ist unser aller Anspruch.

Daniel Thioune

Nicht umsonst gilt Thioune als großer Motivator. Vor dem Start in die Zweitliga-Saison ließ sich der 45-jährige im Landkreis Osnabrück geborene Deutsch-Senegalese einen psychologischen Kniff bei seinen Spielern einfallen: "Ich habe sie provoziert und ihnen gesagt, dass sie 2. Liga nicht können und mir das Gegenteil beweisen müssen. Im Moment sind sie dabei gut unterwegs und können mir jeden Tag den Spiegel vorhalten. So soll es sein."

Vertragsverlängerung beim VfL?

Dass der VfL seinen Erfolgscoach (Vertrag bis 2020) halten möchte, ist kein Geheimnis. Thioune selbst hat ambitionierte Ziele, kann sich aber auch einen Verbleib vorstellen: "Ich bin sehr froh, hier zu sein. Wenn ich bleibe, dann nicht aus Prinzip oder weil ich Osnabrücker bin. Für mich geht es darum, dass ich mich weiterentwickeln kann und sich um mich herum etwas entwickelt. Als Spieler wollte ich in die Bundesliga, habe es aber nicht geschafft. Als Trainer habe ich dieses Fernziel auch. Vielleicht gibt es ja auch mal in Osnabrück die Regelanstoßzeit samstags um halb vier..."

Das komplette Interview mit VfL Osnabrücks Trainer Daniel Thioune lesen Sie im aktuellen kicker (Donnerstagausgabe).

cru/hp

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