Augsburg: Brisantes Wiedersehen mit dem Österreicher

Schmidt über Hinteregger: "Für ihn ist es komplizierter"

Frankfurts Martin Hinteregger und FCA-Trainer Martin Schmidt

Wiedersehen am Samstag: Frankfurts Martin Hinteregger und FCA-Trainer Martin Schmidt. imago images

Mit seiner Kritik am damaligen Trainer Manuel Baum war Hinteregger im Januar bei den FCA-Verantwortlichen in Ungnade gefallen. Seinem Ansehen bei vielen FCA-Fans schadeten die Aussagen hingegen weniger. Nach einer halbjährigen Leihe zur Eintracht und einem schlagzeilenträchtigen Wechseltheater im Sommer wechselte Hinteregger Anfang August schließlich für zehn Millionen Euro fest nach Frankfurt.

Vor dem Wiedersehen mit Augsburg sorgte der Innenverteidiger wieder einmal für Schlagzeilen. Wie am Mittwoch bekannt wurde, wurde Hinteregger für das Länderspiel der ÖFB-Auswahl gegen Polen aus disziplinarischen Gründen suspendiert, nachdem er seinen 27. Geburtstag am Samstag allzu ausschweifend gefeiert hatte.

Bereits vor Bekanntwerden dieser jüngsten Eskapade hatte sich FCA-Coach Schmidt am Dienstag zum bevorstehenden Wiedersehen mit Hinteregger geäußert. "Für ihn ist es im Kopf das kompliziertere Spiel als für uns", glaubt Schmidt. Das Hickhack um den Wechsel will der 52-Jährige im Nachhinein nicht überbewerten: "Es ist so gelaufen, wie ein Wechsel läuft. Dass es ein langes Hin und Her war, lag auch nicht nur an ihm, die Vereine mussten sich einig werden." Zwischen ihm und Hinteregger sei nichts hängengeblieben.

Spannend wird, wie die Augsburger Fans Hinteregger am Samstag empfangen werden. Schmidt rechnet jedenfalls nicht mit besonderen Vorkommnissen: "Ich denke, dass es ein normaler Auftritt wird. Unsere Fans wissen, dass wir ihren vollen Zuspruch brauchen. Ich glaube nicht, dass er hochgelobt und gefeiert wird, ich glaube auch nicht, dass es ins Negative geht. Es ist normal, dass Spieler Vereine wechseln." Im Fall Hinteregger lief allerdings bei weitem nicht alles ganz normal ab.

David Bernreuther

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