Nürnberger tankt mit einem Hattrick viel Selbstvertrauen

Hack wandelt in den Spuren von Waldschmidt

Robin Hack

Wechselte im Sommer von Hoffenheim nach Nürnberg: Robin Hack. imago images

Selbst äußerlich ähneln sich die beiden auffällig. Die hagere Statur. Auch die Frisur, die die Lockenpracht nur im Stirnbereich nicht zügelt. Aus einiger Entfernung könnte man Robin Hack durchaus für Luca Waldschmidt halten. Und der soeben sogar in die A-Mannschaft beförderte Torschützenkönig der letzten U-21-EM (sieben Treffer) zog seinerzeit auch viel Selbstvertrauen und Abschlusssicherheit aus seinen Auftritten in der U 21. Da scheint Hack nun in dessen Spuren zu wandeln.

Denn das war ein denkwürdiger Dienstagabend für Robin Hack beim 5:1 in Wales. Nur an das wichtigste Souvenir hatte er nicht gedacht: sich einen Ball zu sichern als Erinnerung an seinen ersten Hattrick im Nationaltrikot. "Den letzten habe ich, glaube ich, in Hoffenheim in der U 19 geschossen. Oder in der U 17? Lange her jedenfalls."

Alle können mit breiter Brust zurück in den Verein gehen.

Robin Hack

Innerhalb von nur gut zehn Minuten hatte Hack mit rechts, mit Glück und mit dem Kopf dreimal getroffen und das für alle zuvor schwer einzuschätzende erste Pflichtspiel in Wales schnell und quasi im Alleingang entschieden. "Ein wunderschönes Gefühl. Am Anfang war es sehr schwierig für uns, wir mussten sehr geduldig sein, um Lücken zu finden, nach dem ersten Tor viel das leichter, da sind wir aufgeblüht." Der Abschluss eines insgesamt gelungenen ersten Lehrganges dieser neuen U-21-Generation. "Spielerisch war es nicht der beste Gegner", weiß Hack, "aber gegen Belgien haben sie gewonnen, man muss in Wales erst mal gewinnen."

Kuntz lobt Hack: "Das hat der Junge klasse gemacht"

Für Hack setzt sich der Aufwärtstrend fort, seit das Hoffenheimer Eigengewächs im Sommer zum Zweitligisten 1. FC Nürnberg wechselte. Die Spielpraxis tut ihm sichtlich gut, das Selbstvertrauen wächst. Nach diesen drei Toren erst recht. "Diese Bergauf-Entwicklung von Robin war ja schon in Nürnberg zu erkennen, es galt nur zu überlegen, wo er für uns am effektivsten sein könnte", erklärte U-21-Coach Stefan Kuntz, "das hat der Junge klasse gemacht, er hat das auch im Training schon angedeutet, er ist extrem aktiv, ist sehr gefährlich und hat gute Abschlüsse, jetzt müssen wir ihm das Umfeld bieten, damit er das umsetzen kann."

Beim Club soll das gerne so weitergehen. "Alle können mit breiter Brust zurück in den Verein gehen, selbstbewusst, auf jeden Fall", freut sich Hack auf die kommenden Aufgaben.

Michael Pfeifer