Mexiko kommt gegen die Albiceleste unter die Räder

Brasiliens erste Niederlage seit der WM 2018 - Argentinien siegt 4:0

Neymar

Ohne Erfolgserlebnis gegen Peru: Neymar. imago images

Neymar, zuletzt beim 2:2 gegen Kolumbien noch mit einem Tor und einer Vorlage die zentrale Figur und überhaupt erstmals seit drei Monaten wieder auf einem Fußballplatz im Einsatz, kam beim Testländerspiel gegen Peru erst in Minute 63 für Liverpools Champions-League-Sieger Roberto Firmino - und konnte die 0:1-Niederlage nach einem Treffer von Luis Abram auch nicht mehr verhindern. Damit stand zugleich die erste Niederlage der Seleçao seit dem WM-Aus 2018 gegen Belgien zu Buche - nach einer Serie von 17 Spielen.

Trainer Tite, unter dessen Regie Brasilien zuvor seit Juni 2016 lediglich zwei Spiele verloren hatte, wollte dennoch nicht allzu hart mit seinen Spielern ins Gericht gehen. Vielmehr nannte der 59-Jährige auch vermeintlich schlechte Platzverhältnisse als Grund für den Rückschlag: "Das ist keine Entschuldigung, aber es hat die Leistung beeinflusst."

Argentiniens "perfektes Spiel"

Ein anderes Stimmungsbild gab es derweil beim großen Südamerika-Erzrivalen Argentinien, das sich weiter ohne den angeschlagenen und ohnehin gesperrten Lionel Messi deutlich mit 4:0 gegen Mexiko behauptete.

"Für uns ist ein perfektes Spiel herausgekommen", lobte Argentiniens Trainer Lionel Scaloni den Auftritt im texanischen San Antonio. Maßgeblich dazu beigetragen hatte Lautaro Martinez: Vor allem durch den Dreierpack des 22 Jahre alten Stürmers von Inter Mailand (17./22./39.) konnte die Albiceleste, für die auch noch Leandro Paredes per Handelfmeter traf (33.), zum ersten Mal seit 25 Jahren schon vor der Pause über vier Treffer jubeln. Der Serie-A-Spieler der Nerazzurri bestätigte damit seine Form: Martinez erhöhte in seinem 13. Länderspiel sein Konto auf neun Tore.

Lautaro Martinez

In bestechender Form: Lautaro Martinez. Getty Images

Besonders die Geschlossenheit der Albiceleste, die am 9. Oktober in Dortmund nächster Prüfstein der deutschen Nationalmannschaft ist, gefiel Scaloni vier Tage nach der Nullnummer gegen Chile. Obwohl neben Messi auch die Stürmerstars Sergio Aguero (ManCity) und Angel di Maria (PSG) fehlten, "sind wir als Mannschaft aufgetreten", sagte der 41-Jährige und wertete die Leistung als Nachweis der Flexibilität: "Nichts garantiert, was am besten ist."

BVB-Talent Balerdi feiert Debüt

Grund zur Freude hatte auch Leonardo Balerdi: Das Abwehrtalent von Borussia Dortmund feierte sieben Minuten vor dem Abpfiff sein Debüt für den zweimaligen Weltmeister.

mag/sid