Wie sich seine 93 Länderspieltore zusammensetzen

Die wahnwitzigen Statistiken des Cristiano Ronaldo

Cristiano Ronaldo beim 5:1 in Litauen

Immer noch torhungrig: Cristiano Ronaldo, hier beim Spiel in Litauen am Dienstag. imago images

Ein Elfmeter war dabei, ein Kullerball, der den Torhüter blamierte, ebenfalls. Und doch stand am Ende der nächste denkwürdige Abend in der Karriere des Cristiano Ronaldo: Mit vier Toren bescherte der 34-Jährige Portugal am Dienstag in der EM-Qualifikation einen 5:1-Sieg in Litauen - und arbeitete weiter an seinen wahnwitzigen Torstatistiken.

In 160 Länderspielen hat Ronaldo jetzt 93 Tore erzielt, fast doppelt so viele wie Pauleta, der zweitbeste Torjäger in Portugals Geschichte (47 Tore in 89 Spielen). In Europa hatte noch nie ein Nationalspieler die 90-Tore-Marke geknackt, international ist jetzt nur noch der einstige Bayern-Stürmer Ali Daei vor ihm, der in 149 Partien für Iran 109-mal getroffen hat.

Ronaldo hat jetzt gegen 40 Nationen getroffen - gegen Deutschland noch nicht

Und von Ronaldos 93 Treffern sind nur neun vom Elfmeterpunkt und nur 17 in Freundschaftsspielen gefallen. Sieben markierte er bei Welt-, neun bei Europameisterschaften. Insgesamt hat er jetzt gegen 40 verschiedene Nationen getroffen, gegen Deutschland übrigens noch nicht (vier Duelle). Seine Bilanz in der EM-Qualifikation: 23 Tore in 23 Gruppen- und zwei Tore in zwei Play-off-Spielen.

Zum achten Mal erzielte Ronaldo am Dienstag mindestens einen Dreierpack für seine Nationalmannschaft (wobei er sechs davon erst ab dem 31. Lebensjahr markierte), zum 54. Mal in seiner gesamten Profikarriere gelang ihm zudem ein Dreierpack. Wie 2016 im WM-Quali-Spiel gegen Andorra (6:0) gelangen ihm gar vier Tore - insgesamt schaffte er dieses im Spanischen "Poker" genannte Kunststück schon zehnmal.

Großes Lob: "Es geht nie zu Ende"

Für Fernando Santos war die Sache nach Cristiano Ronaldos Tor-Gala klar. "Das war ein eindeutiger und untrüglicher Beweis dafür, dass er der Beste der Welt ist", schwärmte Portugals Nationalcoach noch am späten Abend im litauischen Vilnius. "Es gibt kein Stadion dieser Welt, wo er nicht bejubelt wird. Es ist ja fast komisch, wenn er mal nicht trifft", sagte der portugiesische Coach darüber hinaus. Und geht es nach ihm, wird sich daran auch nichts ändern: "Manche Leute sagen: 'Es geht zu Ende'", meinte Santos: "Nichts da! Es geht nicht zu Ende. Es geht nie zu Ende."

jpe

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