PES und FIFA rücken näher zusammen

FIFA 20 Karrieremodus: Wird jetzt alles besser?

Die Teammoral wird wahrscheinlich eine große Rolle im neuen Karrieremodus spielen.

Die Teammoral wird wahrscheinlich eine große Rolle im neuen Karrieremodus spielen. EA SPORTS/kicker eSport

Lange ist es nicht mehr hin bis zum FIFA 20 Release. Am 27. September erscheint das Spiel für die Konsolen und den PC. 2019 könnte ein besonderes Jahr werden, denn EA SPORTS hat Großes für den Karrieremodus angekündigt: Neue Funktionen und Verbesserungen an den richtigen Stellen könnten die Karriere vielfältiger werden lassen.

Spielerpotenzial zweischneidiges Schwert

Allein das dynamische Spielerpotenzial sollte ein Meilenstein werden. Denn bisher ließen sich Jugendspieler ausschließlich nach diesem Kriterium bewerten, jetzt wird das Ganze realistischer: Läuft auf dem Platz alles rund, verändert sich auch die Zukunftsperspektive der Jugendlichen. Nichtsdestotrotz ist hier weiter Vorsicht geboten: Als Trainer, der die eigenen Matches spielt, ist es beinahe ausgeschlossen, dass es auf dem Platz dauerhaft schlecht läuft. Insofern könnten aus soliden Youngstern durch normales Spielen schnell Legenden werden. Es gilt abzuwarten, wie EA die Potenzialentwicklung wirklich handhabt.

Mehr Dynamik

Erfreulich sind dagegen die dynamischen Ereignisse neben dem Platz. Wie das aussehen könnte, haben wir im am 10. September erschienenen Konkurrenten PES 2020 gesehen. Auch Konamis Titel bietet dynamische Zwischensequenzen im eigenen Karrieremodus. Der Trainer kann hier die Ziele für die Saison vorgeben und zu wichtigen Punkten vor der Presse Stellung nehmen. In FIFA soll das Auswirkungen auf die Mannschaft haben. Hier können alle Karrieristen beweisen, dass sie ein Händchen dafür haben, zwischen Vorstand, Spielern, Fans und Presse mit den Erwartungen zu jonglieren.

Vier Faktoren scheinen die Moral maßgeblich zu beeinflussen.

Vier Faktoren scheinen die Moral maßgeblich zu beeinflussen. EA SPORTS/kicker eSports

Und die Spieler- und Teammoral will im Auge behalten werden, sie scheint an Bedeutung zu gewinnen. Je zufriedener die Kicker, desto besser ihre dynamischen Werte auf dem Platz. EA könnte hier einen großen Schritt tun und den Spielern verschiedene Persönlichkeiten verpassen, die unterschiedlich viel Aufmerksamkeit, Spielzeit und Positionen verlangen oder Gehaltsvorstellungen haben. Schlägt das auf die Moral, wäre wieder der Trainer gefragt. Ob das so kommt, ist allerdings nicht sicher. Gesehen haben wir, dass vier Punkte auf die Moral wirken: Gehalt, Teamleistung, Spielerleistung und Spielzeit. Mit einer netten Begrüßung per Chatnachricht konnten wir zusätzlich HSVs Aaron Hunt etwas fröhlicher stimmen.

Keine Runderneuerung

Allerdings wird nicht alles überarbeitet: Die Verhandlungen haben zwar zwei neue Schauplätze bekommen, verändert hat sich allerdings nichts. Liegt man etwas zu hoch mit seinen monetären Ideen, stürmt der Gegenüber noch immer aus der Tür. Auch die bekannten Menüs bleiben dieselben, in der Transferzentrale hat sich kaum etwas verändert.

Ein erster Blick und die Vorankündigungen von EA zeigen: Dieses Jahr wird ein gutes Jahr für den Karrieremodus. Es hat sich einiges getan und dennoch wird sich jeder Spieler in den bekannten Menüs und Mechaniken zurechtfinden. Allerdings hat auch Konami mit PES 2020 nachgelegt und den eigenen Modus weiterentwickelt. Der wirkt auf den ersten Blick wie ein würdiger Konkurrent für FIFA. Die Zeit wird zeigen, welcher von beiden das Rennen macht. Vorteil für FIFA: Hier müssen keine Vereine mithilfe der Community nachgepatcht werden, denn EA hat (fast) alle Lizenzen und das ist und bleibt ein maßgeblicher Faktor in einem Karrieremodus.

Holm Kräusche

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