Deutschland spielt Wales im ersten Durchgang an die Wand

Lupenreiner Hattrick - Hack schießt U 21 zum Auftaktsieg

Elf Minuten, drei Tore: Robin Hack (re.).

Elf Minuten, drei Tore: Robin Hack (re.). imago images

Der Umbruch bei der U 21 schreitet voran. Gleich 18 Spieler feierten ihr Debüt in der U 21 beim 2:0-Testspielsieg gegen Griechenland. Dabei gewährte Trainer Stefan Kuntz bis auf Keeper Bansen allen 22 Akteuren im Kader jeweils eine Halbzeit Spielpraxis. Nun folgte der Pflichtspielauftakt in dieser Saison. Dafür nominierte Kuntz in Schlotterbeck, Ridle Baku, Eggestein, Schubert und Kilian gleich fünf in der Bundesliga aktive Spieler in der Startelf. Lediglich Nmecha nahm zunächst auf der Bank Platz. Geiger fehlte zudem kurzfristig wegen einer Erkältung.

Die walisische Mannschaft setzte sich in erster Linie aus Spielern der englischen League One, League Two und der Reserveliga zusammen.

Hack, Hack, Hack: Hattrick

In der Anfangsphase der Partie machte sich bemerkbar, dass die deutschen Spieler so in dieser Konstellation noch nie zusammen auf dem Platz standen. Die erste Großchance verbuchte demnach Wales, doch Johnson verpasste frei vor Schubert abzuschließen (16.). Aus dem berüchtigten Nichts traf Deutschland kurz darauf zur Führung: Initiiert von Rechtsverteidiger Ridle Baku bediente Fein per Zuckerpass den einlaufenden Hack, der aus spitzem Winkel verwandelte (19.).

Danach ging es Schlag auf Schlag: Wieder eingeleitet durch einen Außenverteidiger - diesmal Schlotterbeck - kombinierte sich Deutschland ins Zentrum. Nach Janelt-Pass traf Hack per abgefälschtem Schuss (24.). Die DFB-Auswahl ließ anschließend den Fuß auf dem Gaspedal und trieb das Ergebnis durch ansehnlichen Fußball in die Höhe. Sowohl beim 3:0 (29.) als auch 4:0 (41.) hatte Schlotterbeck auf dem linken Flügel zu viel Platz. Erst bediente er Hack, der nur noch einköpfen musste - und damit innerhalb von elf Minuten einen lupenreinen Hattrick erzielte. Danach flankte er genau auf den Kopf von Eggestein, der das Spielgerät sehenswert und wuchtig in die Maschen beförderte.

Doppelschlag nach der Pause

Während die Offensive konsequent die größten Chancen zu verwerten wusste, offenbarte die deutsche Mannschaft im Defensivverhalten Verbesserungspotenzial. Cullen (39.) und Harris (43.) tauchten jeweils in gefährlicher Position auf, vergaben aber teilweise kläglich, sodass es mit 4:0 in die Pause ging.

Der zweite Durchgang startete ähnlich munter, wie der erste aufgehört hatte. Bereits nach drei Minuten zeigte Schiedsrichter Tomasz Musial nach Handspiel von Kilian auf den Punkt - Harris verkürzte und sorgte kurz für Hoffnung (48.). Ganz kurz, denn im direkten Gegenzug erhöhte Fein nach Vorarbeit von Hack zum 5:1. Der Hamburger traf von der Strafraumkante (50.).

Wales zieht sich zurück

Anschließend zog sich Wales zunehmend zurück und schaffte es fortan, die großen Lücken im Defensivverbund besser zu schließen. Auch bedingt durch neun Spielerwechsel im zweiten Durchgang (fünf pro Team sind erlaubt) ging das Tempo zunehmend verloren. Zwar hatte die DFB-Auswahl deutlich mehr Spielanteile, viele Strafraumszenen sprangen dabei allerdings nicht heraus. Die beste auf Seiten der Waliser vergab Johnson frei vor Schubert, als er die Kugel deutlich vorbeilupfte (57.). Deutschlands größte Chance in der Schlussphase hatte der eingewechselte Özcan, der per Gewaltschuss an Ratcliffe scheiterte (75.) - so blieb es beim 5:1 für Deutschland.

Das nächste Qualifikationsspiel steht für Deutschland am 15. Oktober bei Bosnien-Herzegowina an. Wales spielt bereits am 11. Oktober in Moldawien.

mxb