Kein Feldspieler wartete länger auf sein DFB-Debüt

Löw lässt Stark schon historisch lange zappeln

Niklas Stark

Stammplatz Bank: Niklas Stark wartet weiter auf sein Länderspieldebüt. imago images

Wenn Joachim Löw seine Länderspielkader nominiert, ist Niklas Stark (24) kein überraschender Name mehr: Seit der Innenverteidiger vor einem halben Jahr erstmals in die Nationalmannschaft berufen wurde, war er stets dabei. Doch eine Kleinigkeit fehlt immer noch: sein Debüt.

Sechs Länderspiele hat die DFB-Auswahl inzwischen bestritten, sechsmal saß Stark über die volle Distanz auf der Bank. Unter den 101 Debütanten der Löw-Ära musste kein Feldspieler bislang länger als zwei Spiele auf der Bank Platz nehmen, ehe er erstmals auflaufen durfte. Nur Torhüter René Adler (sieben Spiele) wartete länger, Bernd Leno, Tim Wiese und Kevin Trapp je fünf Partien.

Für Löw-Verhältnisse ist Starks Geduldsprobe also längst historisch, und das in Zeiten, in denen die Defensive die größte Problemzone des Bundestrainers ist. Womöglich ergibt sich im Testspiel gegen Argentinien am 9. Oktober in Dortmund eine Gelegenheit für den ersten Einsatz des U-21-Europameisters von 2017. Ohnehin findet Ante Covic, Starks Trainer bei Hertha BSC: "Allein die Tatsache, dass er nominiert ist, ist schon Auszeichnung genug."

Covic traf sich mit Stark am Rande des Holland-Spiels

Der Bundesliga-Auftakt ist schließlich nicht nur den Berlinern, sondern auch speziell Stark missglückt: Zu den kicker-Noten 3,0, 5,0 und 5,5 kommt das Eigentor auf Schalke (0:3). Covic hatte seinen neuen Vize-Kapitän deshalb extra am Rande des Länderspiels gegen die Niederlande (2:4) in Hamburg getroffen, "auch um ihm zu signalisieren: Ich bin an deiner Seite, ich bin da", so der Dardai-Nachfolger am Montag im kicker-Interview. "Wir brauchen Niklas. Er bekommt meine volle Unterstützung und mein Vertrauen. Wir werden diese Phase gemeinsam durchstehen."

jpe

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