Stürmer rechnet mit seinem Comeback im Oktober

Schleusener: "Das ist wie Fahrradfahren"

Fabian Schleusener

Auf dem Weg zurück: Fabian Schleusener arbeitet hart für sein Comeback. imago images

Noch bevor die ersten Profis zu Wochenbeginn den Trainingsplatz betraten, spulte ein Spieler des 1. FC Nürnberg einsam seine Laufrunden auf dem Trainingsgelände am Valznerweiher runter. Fabian Schleusener arbeitet sich nach seinem im März noch im Trikot des SV Sandhausen erlittenen Schienbeinbruch langsam an höhere Belastungen heran. "Rasen habe ich schon wieder unter den Füßen. Jetzt hoffe ich, dass bald wieder die anderen Schuhe kommen", sagt der 27-Jährige. Er mache keine einfache Zeit durch, wolle sich aber auch keinen zu großen Kopf machen.

Der Vertrauensvorschuss seines neuen Arbeitgebers ist riesig. Schließlich verpflichtete Sportvorstand Robert Palikuca den Stürmer in dem Wissen, dass dieser zunächst nicht helfen kann. Nun soll die Leidenszeit aber bald vorbei sein. "Ich bin guter Dinge. Es hat leider doch etwas länger gedauert als normal, weil eine Schraube entfernt werden musste, doch seitdem läuft alles perfekt", erzählt Schleusener.

Ganztagesjob in der Reha

Die Geduld, das gibt er offen zu, fällt manchmal schwer, auch wenn die Rekonvaleszenz ein Ganztagesjob sei. "Der Körper muss sich wieder an die intensive Belastung gewöhnen." Dafür gebe es einen Plan, den er aber nicht so oft anschaue, um sich nicht verrückt zu machen. Neben Lauftraining stehen täglich Krafttraining und Sprünge auf dem Programm, rund vier Stunden investiert Schleusener auf dem Vereinsgelände. Daheim geht es mit Kühl- und Ultraschallgeräten weiter.

Zufrieden hat er registriert, dass sein linkes Bein gut auf die Belastung reagiert, den Druck eines festen Comeback-Zeitpunkts will sich Schleusener jedoch nicht auferlegen. Im Oktober soll es soweit sein, eventuell in einem Testspiel während der nächsten Länderspielpause. Danach möchte der ehemalige Freiburger und Karlsruher seinen Platz in der quantitativ starken Offensive finden. Sein Vorteil: Er ist flexibel einsetzbar. "Das möchte ich mir bewahren", sagt Schleusener. Er ist sicher: Toreschießen verlernt man nicht, auch nicht während einer langen Verletzungspause. "Das ist wie Fahrradfahren."

Frank Linkesch

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